Unsere Schule


 

DIE ABTEILUNGEN DER GESAMTSCHULE

 


 

An unserer Gesamtschule gibt es für die Kinder je nach Alter ganz spezifische Anforderungen- aus diesem Grunde gibt es eine strikte Aufteilung in "Abteilungen".

Abteilung I

In Abteilung I, also den Klassen 5 & 6, orientieren sie sich in der neuen, großen Schule.

Nach Klasse 6 fallen bereits wichtige Entscheidungen: Zwei der insgesamt vier Fachleistungsdifferenzierungen werden vorgenommen, nämlich in "Mathematik" und "Englisch".

Abteilung II

In den Klassen 7 & 8, unserer Abteilung II, bilden viele Kinder stabile Interessen aus und lassen aufgrund ihrer Leistungen meist schon recht zuverlässig erkennen, welche Abschlüsse für sie realistisch sind. Sie wählen einen Wahlpflichtbereich (WP1) aus und werden in "Deutsch" ihrem dritten E(rweiterung)- bzw. G(rund)- Kursen zugeteilt.

Abteilung III

Abteilung III entspricht den Klassen 9&10 und bereitet im Rahmen sogenannter "Profile" intensiv auf den Beruf vor. Dementsprechend steht die Schulabschlusssicherung hier an allererster Stelle. Ausgenommen hiervon sind die Jugendlichen, die sich auf eine Fortführung ihrer schulischen Laufbahn in der gymnasialen Oberstufe vorbereiten, also in die Abteilung IV (Klassen 11-13) wechseln.

In Abteilung III wählen die Schülerinnen entsprechend ihrer weiteren Ziele einen zweiten Wahlpflichtkurs (WP 2) und werden einem vierten E- oder G-Kurs, diesmal in Chemie, zugewiesen. Weitere Detailinformationen zur Organisation der Abteilungen sowie der jeweils spezifischen pädagogischen Arbeit dort erhalten Sie unter den entsprechenden Links.

Abteilung IV - Gymnasiale Oberstufe

In Abteilung IV - das sind bei uns die Jahrgänge 11, 12 und 13 - also das bewährte G9-Modell - werden die Schülerinnen und Schüler zur Fachhochschreife oder zum Abitur, der Allgemeinen Hochschulreife - geführt.

      

 
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Weiterlesen: Abschluss des 10. Jahrgangs 2015

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Weiterlesen: Abiturientia 2016

Zentrale Abschlussprüfungen 10

im Schuljahr 2016/17

Informationsabend für Eltern und Schülerinnen und Schüler

 

Donnerstag, den 10. November 2016

um 19:00 Uhr in der Mensa

 

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Ein schönes Datum für den letzten Schultag an der Bertha-von-Suttner-Gesamtschule haben die Abiturientinnen und Abiturienten des Jahrgangs 13 diesmal erwischt.

Weiterlesen: Abiturfeier 2017

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Weiterlesen: 10er Abschluss 2017: Fotogallery 

Infoabend OS 2017

Sie haben ein Kind in der 10. Klasse und überlegen, ob die gymnasiale Oberstufe das Richtige wäre? Dann sind Sie und Ihr Kind an diesem Informationsabend genau richtig! Hier wird von der Oberstufenleiterin, Frau Heiermann, erläutert, welche Anforderungen in der Oberstufe gestellt werden, wie die Oberstufe aufgebaut ist, welche Fächer man belegen muss, welche man sich aussuchen darf und Vieles mehr.

Alle, die mit dem Gedanken spielen die Oberstufe zu besuchen, sind herzlich eingeladen sich an diesem Abend zu informieren, um eine gute Entscheidung für die eigene Zukunft bzw. die Zukunft des Kindes treffen zu können.

 

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Am 19. Januar 2018 findet ab 19 Uhr in der Bertha-von-Suttner-Gesamtschularena (Ja, es ist die kleine Sporthalle!) der diesjährige und erstmalig veranstaltete Abiaid-Galaabend statt.

Eine grandiose Veranstaltung, die neben verrückten Auftritten auch mit Witz und Comedy punkten wird. Ein kleiner Ausblick: Die verrückte Ballettshow der Jungs oder das Quiz der verrückten Fragen.

Die gesamte Veranstaltung steht unter dem Motto „Ein ganz normaler Schultag – präsentiert vom 13ten Jahrgang“. Folgen Sie uns durch unseren Schulalltag und erleben Sie selbst die verschiedenen Unterrichtsstunden egal, ob „Darstellen und Gestalten“ oder „Sport“. Werden Sie selbst ein Teil des verrücktesten Schultages, den diese verrückte Schule jemals erlebt hat!

Weiterlesen: Abiaid-Galaabend 2018

Schulprogramm

Von der Schulkonferenz beschlossen am: 29.05.2000

Motto: Die Menschen stärken -Wege finden - Offen in die Zukunft blicken!
Was sich unsere Lehrer, Eltern und Schüler beim Lernen, Lehren und Erziehen vorstellen:


Alle Kinder wollen und können lernen.
Kinder lernen am besten voneinander und miteinander.
Kinder müssen gelernt haben, wie man lernt.
Es gibt viele Wege des Lernens.
Lernen ist ein lebenslanger Prozess.
Erziehung ist ebenfalls ein lebenslanger Prozess, in dem Schule eine besondere, aber nicht die alleinige Rolle spielt.
Erziehung von Kindern und Jugendlichen gelingt nur im vertrauensvollen Zusammenspiel von Schule und Elternhaus.
Eltern fördern die Motivation, das Vertrauen und den schulischen Erfolg ihrer Kinder, wenn sie an deren schulischer Ausbildung und Erziehung interessiert und beteiligt sind.
Um schulisch erfolgreich zu sein, muss ein Schüler den Wert des Lernens schätzen und einen positiven Zusammenhang zwischen schulischer Ausbildung und Erziehung und seinen Zukunftsaussichten sehen.

Leitsätze unseres Schulprogramms:
Die Bertha-von-Suttner-Gesamtschule fordert die Beteiligung aller Lehrerinnen und Lehrer, aller Schülerinnen und Schüler sowie aller Mütter und Väter an der Umsetzung der vorgegebenen Ziele.
Die Bertha-von-Suttner-Gesamtschule fördert und fordert die Leistungsbereitschaft und die Leistungsfähigkeit.
Die Bertha-von-Suttner-Gesamtschule unterstützt in breitem Rahmen die Erziehung zu Selbstbewusstsein und Selbstständigkeit.
Die Bertha-von-Suttner-Gesamtschule fördert in besonderem Maße Toleranz, soziales und politisches Engagement, Gewaltfreiheit und Konfliktfähigkeit.
Die Bertha-von-Suttner-Gesamtschule fördert die Teamfähigkeit aller am Schulleben Beteiligten.
Die Bertha-von-Suttner-Gesamtschule vermittelt die Bedeutung lebenslangen Lernens.
Die Bertha-von-Suttner-Gesamtschule fördert interdisziplinäres und produktorientiertes Arbeiten und Lernen. Projekt- und Handlungsorientierung sind dabei eine wichtige Grundlage.
Die Bertha-von-Suttner-Gesamtschule vermittelt umfangreiche Kenntnisse zur Nutzung von Computern und zum Umgang mit den Neuen Technologien. Sie fördert die individuelle Medienkompetenz als zukunftsorientierte Schlüsselqualifikation.
Die Bertha-von-Suttner-Gesamtschule bereitet angemessen auf das Berufsleben und das Studium vor.

Wie wir die Leitsätze bereits umgesetzt haben:
Beispiel 1: Unser Ganztagskonzept
Gesamtschule ist in der Regel immer auch Ganztagsschule. An unserer Schule heißt das im Einzelnen:
Die Schülerinnen und Schüler nehmen verpflichtend an fachunabhängigen Arbeitsstunden teil. In den Jahrgängen 5 und 6 wird dabei der größte Teil der Aufgaben in der Schule erledigt. Ab Jahrgang 7 nimmt der Anteil an häuslichen Aufgaben zu, da die Hausaufgaben, wie sie im Hausaufgabenerlass des Ministeriums für Schule und Weiterbildung festgelegt sind, in der Schule nicht mehr vollständig erledigt werden können.
Den Schülerinnen und Schülern steht an den Tagen mit Ganztagsunterricht eine 60-minütige Mittagspause zur freien Verfügung. In der Mensa wird von dem von Eltern getragenen Mensaverein ein Mittagessen nach dem Prinzip der "Optimierten Mischkost" angeboten. Kinder der 5. und 6. Klassen nehmen verpflichtend diese Mahlzeit im Klassenverband ein, ihre Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer erhalten Gelegenheit zur Teilnahme am Essen.
Alle Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I sind während der Mittagspause beaufsichtigt. Sie können zwischen diversen sportlichen Aktivitäten auf den Sportaußenanlagen oder in der Sporthalle oder wechselnden Offenen Angeboten wählen.

Am Mittwochnachmittag finden für den 5. und 6. Jahrgang und am Donnerstagnachmittag für den 7. bis 10. Jahrgang zweistündige Arbeitsgemeinschaften statt. Sie sind für die Kinder des 5. und 6. Jahrgangs in der Regel verpflichtend, ab Jahrgang 7 ist die Teilnahme freiwillig. In den Arbeitsgemeinschaften bieten wir unter anderem Aktivitäten aus dem musisch-künstlerischen, dem sportlichen und dem handwerklich-praktischen Bereich an. Besonderes Gewicht finden in letzter Zeit immer mehr Angebote zum Umgang mit den Neuen Technologien.
Im Bereich der Arbeitsgemeinschaften praktizieren wir das Konzept "Öffnung von Schule", indem wir mit engagierten Eltern, Sportvereinen und anderen Institutionen zusammenarbeiten.

Beispiel 2: Unser Teamkonzept

Es wurde an unserer Schule zu Beginn des Schuljahres 1994/95 eingeführt und seitdem immer weiter entwickelt.
Unser Teamkonzept ist zunächst eine Organisationsform, die es den Lehrerinnen und Lehrern ermöglicht, näher und intensiver zusammenzuarbeiten. Nach dem Prinzip der Freiwilligkeit finden sich wo immer es geht, d.h. wo keine übergeordneten schulischen Interessen berührt sind und der Schulleiter alleine entscheiden muss, Lehrerinnen und Lehrer zusammen, um im Team miteinander zu unterrichten. Sie bestimmen den Unterrichtseinsatz der Lehrerinnen und Lehrer also mit, sie stimmen Vorschläge für Stundenplan und Aufsichtsführung mit der Organisation ab, lösen Probleme im Team und wählen eine Teamsprecherin oder einen Teamsprecher.
Der Teamgedanke ist auch ein Gewinn für die Schülerinnen und Schüler, weil immer drei Klassen ein Team bilden, aus dem alle organisatorischen Verästelungen erwachsen. Weil weniger Lehrer den Unterricht in den Klassen erteilen und dabei zusammenarbeiten, kennen die Lehrer die Schüler besser, stimmen sich besser untereinander ab und können angemessener und zugewandter auf die Kinder eingehen.
Gesamtschule und Teamgedanke gehören genuin zusammen. Die Vorstellung von einer Schule, in der größere Chancen aus dem gemeinsamen Lernen heraus erwachsen sollen, findet ihre Entsprechung in der kollegialen Teamarbeit der Lehrerinnen und Lehrer.

Beispiel 3: Unser Selbstlernzentrum

Unser Selbstlernzentrum basiert auf Grundgedanken der Montessori- Pädagogik, die davon ausgeht, dass Kinder dann am besten lernen, wenn sie selber etwas wissen wollen. Dazu ist als Hilfestellung der Schule eine "vorbereitete Lernumgebung" notwendig, die den Kindern Lernanreize und Lernmöglichkeiten zur Verfügung stellt. Unser Selbstlernzentrum (SLZ) bietet Montessorimaterialien, diverse Nachschlagewerke, Lernspiele und Computer mit verschiedenen Lernprogrammen als eine solche "vorbereitete Lernumgebung".

Unser Selbstlernzentrum dient zwei Zwecken:
Es dient als Kursraum für einen zweistündigen Förderkurs für die Kinder des 5. und 6. Schuljahres, die keiner Defizitförderung bedürfen, sondern in ihren Stärken gefördert und gefordert werden sollen. Unter Aufsicht eines Lehrers können sie selbst entscheiden, welchen Aufgaben sie sich zuwenden und werden in ihrem selbstständigen Arbeiten methodisch gefördert sowie intellektuell gefordert.
Es ist in den Mittagspausen geöffnet und beaufsichtigt und dient allen wissensdurstigen Kindern des 5. und 6. Schuljahres als selbstgewählter Aufenthalts- und Lernort.
Das Selbstlernzentrum ist also ein Beispiel dafür, wie die Gesamtschule alle Schülerinnen und Schüler fördert und fordert, zu Selbstständigkeit erzieht und lehrt, wie man lebenslang lernt.

Beispiel 4: Unser Wahlpflichtangebot "Darstellen und Gestalten" und künstlerisches Gestalten in Musik, Kunst und Literatur

Lernen ist nicht nur auf den kognitiven Bereich beschränkt. Entwicklung schließt auch ganzheitliche und produktorientierte Ausdrucksformen ein, wie sie gerade durch Beiträge der Fächer Musik, Kunst und Literatur sowie des Lernbereichs "Darstellen und Gestalten" in besonderem Maße zum Ausdruck kommen.
Im 5. und 6. Jahrgang ist im Fach Musik das gemeinsame Klassenmusizieren Schwerpunkt. Für je zwei Schülerinnen oder Schüler stehen ein Keyboard sowie darüber hinaus noch andere Instrumente bereit. Es gibt Arbeitsgemeinschaften und Offene Angebote, in denen Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I ihre ersten Banderfahrungen machen können.
Vom 7. bis 10. Jahrgang wird an der Bertha-von-Suttner-Gesamtschule der Wahlpflichtbereich "Darstellen und Gestalten" angeboten. In ihm werden die Fächer Musik und Kunst integrativ unterrichtet. Dieser Lernbereich kann in Jahrgang 10 mit einer Theateraufführung abschließen.
Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Kunstkurse der gymnasialen Oberstufe betätigen sich bei der bildnerischen Gestaltung unserer Innenarchitektur in Haus 4. Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Musikkurse in der gymnasialen Oberstufe präsentieren sich seit einigen Jahren als Schulchor mit Schulband. Schülerinnen und Schülern der oberen Jahrgänge können im Fach Musik auf mehrere MIDI-Arbeitsplätze zurückgreifen, wobei sie selbst zu "Komponisten" und "Arrangeuren" werden.
Im 12. Jahrgang wird das Fach "Literatur" unterrichtet. Der Literaturkurs der gymnasialen Oberstufe hat in den letzten Jahren die Tradition einer alljährlichen abendfüllenden Theateraufführung begründet.
1994: A. Camus: "Der Belagerungszustand"
1995: F. Dürrenmatt: "Der Besuch der alten Dame"<
1996: F. Dürrenmatt: "Achterloo"
1997: F. Dürrenmatt: "Portrait eines Planeten"
1998: Eigenproduktion: "Waterloo. Eine Musikergroteske"
1999: Eigenproduktion: "Bolschewistopoly - Südfrüchte für alle"
2000: Eigenproduktion: "Waterloo 2 - Liebe, Lust und Leidenschaft im Musikermilieu"
2001: Eigenproduktion: "Schein(t)heilig")
2002: Jean Tardieu:" Die Liebenden in der Untergrundbahn"
Zwischenzeitlich sind die Schülerinnen und Schüler selber zu 'Autoren' geworden. Alle Produktionen werden durch ein seitenstarkes Programmheft begleitet.
Stufenübergreifend musikalisch und künstlerisch gestaltete Schulveranstaltungen besitzen an der Bertha-von-Suttner-Gesamtschule einen besonderen Stellenwert.

Beispiel 5: Unser bilinguales Unterrichtsangebot

Die Bertha-von-Suttner-Gesamtschule bietet interessierten Schülerinnen und Schülern erstmals zum Schuljahr 2000/2001 die Teilnahme an einem bilingualen Unterrichtsangebot an.
Aus drei Klassen werden die bilingualen Schülerinnen und Schüler zusammengefasst, um in den Klassen 5 und 6 verstärkt Englischunterricht (7 anstelle von 5 Stunden) zu erhalten. Ab der Klasse 7 besuchen die bilingualen Schülerinnen und Schüler gemeinsam einen Erweiterungskurs Englisch. In Klasse 7 wählen sie zusätzlich eine Arbeitsgemeinschaft Gesellschaftslehre (bilingual), die sie bis zum Ende der 10. Klasse kontinuierlich besuchen. In den Klassen 9 und 10 wird das bilinguale Angebot ergänzt durch den Unterricht in einer Naturwissenschaft (Jahrgang 9) und Arbeitslehre/Technik, das sogenannte "Vocational Training", (Jahrgang 10).

Die Entscheidung für oder gegen die Teilnahme am bilingualen Unterrichtsangebot kann im Verlauf der ersten beiden Jahre jeweils zum Halbjahr geändert werden. Nach der 6. Klasse findet für alle Beteiligten der "freiwillige Neueinstieg" statt, bei dem nochmals aufgrund der gemachten Erfahrungen über eine weitere Teilnahme, einen Ausstieg oder auch einen Einstieg in das bilinguale Angebot entschieden wird.

Eine Fortführung in der gymnasialen Oberstufe ist geplant.

Beispiel 6: Unsere Jahrgangsprojekte

Vom 5. Schuljahr an wird in jedem Jahrgang ein mehrtägiges Projekt im Klassenverband durchgeführt.
Das beginnt schon zu Anfang des 5. Schuljahrs mit dem Projekt WILUK "Wir lernen uns und unsere Schule kennen", geht im 6. Schuljahr mit dem Sexualkundeprojekt weiter, kommt im 7. Schuljahr zum Projekt Gewaltprävention und im 8. Schuljahr zum Projekt Sucht- und Drogenprophylaxe. Im 9. Schuljahr steht dann ein dreiwöchiges Betriebspraktikum zur Berufswahlvorbereitung und -orientierung auf der Tagesordnung, das anschließend durch ein dreitägiges Projekt ausgewertet wird, und im 10. Schuljahr werden abschlussbezogene Projekte durchgeführt, die u.a. gezielt auf die Anforderungen bei Bewerbungstests ausgerichtet sind.

Alle Projekte stehen unter dem gemeinsamen Motto "Kinder stark machen". Sie fördern das interdisziplinäre, fächerübergreifende und projektorientierte Lernen, erziehen aber auch zu Selbstbewusstsein und Selbstständigkeit und fördern durch die Arbeit in Gruppen die Teamfähigkeit.

Beispiel 7: Unser trinationales ökologisches Projekt

Seit 1995 nimmt unsere Schule mit interessierten Schülerinnen und Schülern der Jahrgänge 10 - 13 an diesem Projekt teil. Dies wird ermöglicht durch die finanzielle Unterstützung des Deutsch- Französischen Jugendwerks und durch die organisatorische Hilfe des Internationalen Bundes für Sozialarbeit (IB).
Die Idee ist, einen Schüleraustausch zu organisieren, bei dem fachübergreifende naturwissenschaftliche und gesellschaftswissenschaftliche Fragestellungen im Vordergrund stehen. Gleichzeitig lernen die Jugendlichen die unterschiedlichen Problemfelder und Ansichten der anderen Teilnehmer aus Frankreich und Rußland kennen. Da alle beteiligten Partner im Wechsel als Gastgeber auftreten, finden die Veranstaltungen in Frankreich, Rußland und Deutschland statt. Deshalb ist es natürlich selbstverständlich, dass neben der ökologischen Arbeit viel Freiraum für das "Sightseeing" und gemeinsame Unternehmungen zur Verfügung steht. Um die sprachlichen Probleme meistern zu können, wird das Projekt von Dolmetschern begleitet.
Bei den jeweiligen Untersuchungen werden bevorzugt aktuelle Problemfelder betrachtet, um auf diese Weise einen möglichst großen Gegenwartsbezug zu ermöglichen. Als Beispiel sei das letzte Treffen im April 2000 in Carcassonne genannt, das kurz nach einer ökologischen Katastrophe bei der Goldgewinnung in Rumänien stattfand, als durch ein geborstenes Rückhaltebecken die Theis durch Cyanid vergiftet wurde.
Als Untersuchungsobjekt diente eine Goldmine in Salsigne (ca. 20 km nordöstlich von Carcassonne). Die Schülerinnen und Schüler arbeiteten in mehrsprachigen Kleingruppen zu Fragen, die den chemischen Prozess der Goldgewinnung, die Arbeitsbedingungen der Minenarbeiter, die Lebensbedingungen der Bevölkerung und die besonderen Giftwirkungen des Cyanids betrafen.

Beispiel 8: Unser Schüleraustausch mit Frankreich

Seit mehreren Jahren findet ein regelmäßiger Austausch der Bertha-von-Suttner-Gesamtschule mit dem Collège Anne Frank in St. Just - St. Rambert statt.

Schülerinnen und Schüler, die Französisch als zweite Fremdsprache gewählt haben, erhalten im Frühjahr Besuch aus der französischen Partnerschule und fahren im Mai für 10 Tage nach Frankreich zu ihren Partnerschülerinnen und -schülern. Sowohl in Frankreich als auch in Dormagen werden die Kinder bei ihren Gastfamilien untergebracht, verbringen entweder den Schultag mit ihren Partnerinnen und Partnern oder unternehmen Ausflüge in die nähere und auch die weitere Umgebung, besichtigen Museen und Sehenswürdigkeiten und feiern Feste im Rahmen der Schule, manchmal auch im Rahmen der Familien. Nach dem immer tränenreichen Abschied bleibt noch der Trost, im Offenen Angebot der Mittagspause eMails zu den Freunden schicken zu können.
Der Austausch wird im Französischunterricht vor- und nachbereitet. Eine finanzielle Unterstützung gewährt das Deutsch-Französische Jugendwerk.
Ziele des Austausches sind, neben der Vergrößerung der Französischkenntnisse, die Einführung in einen anderen Kulturkreis, das Kennenlernen des Lebens in der Familie und der Schule in Frankreich und die damit verbundene Erweiterung der Fähigkeiten, in einem zusammenwachsenden Europa tolerant und offen zu leben.

Beispiel 9: Unsere Mädchenförderung und Jungenarbeit

Für die Förderung der Chancengleichheit von Mädchen und Jungen bedarf es einer geschlechterbewussten Pädagogik. Die Koedukation der letzten 30 Jahre hat nicht immer und überall genügend Rücksicht auf Mädchen genommen. Mädchen müssen in ihrer Eigenart, mit ihren speziellen Bedürfnissen besonders gefördert und beschützt werden. Jungen müssen zu gewaltfreier Konfliktbearbeitung befähigt und in ihrer Kommunikationsfähigkeit und sozialer Kompetenz gestärkt werden.

Inhaltliche Schwerpunkte für ein spezifisches entwicklungsoffenes koedukatives Profil unserer Schule sehen vor:

Mädchen in ihrer Identitätsfindung und ihrem Selbstwertgefühl zu stärken, sie auf drohende Gewaltsituationen vorzubereiten und sie in ihrer Technik- und Medienkompetenz zu fördern.
mit Jungen alternative Verhaltensweisen männlicher Identität zu erproben, ihre Empathie und ihre Kommunikationsfähigkeit zu stärken und sie für alltägliche Gewalt zu sensibilisieren.
Schwerpunkt: Mädchen in Naturwissenschaften
Seit dem Schuljahr 1998/99 fördert unsere Schule Mädchen speziell in Naturwissenschaften. Im Wahlpflichtbereich I bietet sie Mädchen einen Kurs "Naturwissenschaften" an, in dem die Mädchen unter sich, d.h. befreit von der in diesem Bereich nachgewiesenen männlichen Dominanz, lernen können. Hier haben sie unter Leitung einer Fachlehrerin die Möglichkeit, naturwissenschaftliche Themen stärker unter weiblicher Sichtweise und Methodik zu erarbeiten und frauenspezifische Interessen stärker in den Vordergrund zu stellen. Dies führt zu einer größeren Motivation und höheren Leistungsbereitschaft der Mädchen im naturwissenschaftlichen Unterricht und sie können selbstbewusster ihre naturwissenschaftlichen Potentiale entwickeln.

Schwerpunkt: Arbeitswelt und Beruf
Im Schuljahr 1999/2000 führte die Schule in Kooperation mit der Bayer AG Dormagen und dem Internationalen Bund für Sozialarbeit (IB) Dormagen erstmals ein "Schnupperbetriebspraktikum" für Mädchen des 8. Jahrgangs in handwerklich-technischen Berufen durch. Dieses Projekt konnte im Rahmen des Programms der Landesregierung zur "Erschließung neuer Berufsfelder für Frauen in Technik und Handwerk" und mit zusätzlicher Förderung durch unseren Förderverein durchgeführt werden. 16 Mädchen erhielten wahlweise Einblick in Metall- und Elektroberufe sowie in den Landschafts- und Gartenbau. Unser Konzept sieht eine langfristige Zusammenarbeit mit den genannten Partnern vor, um Mädchen frühzeitig an bisher frauenuntypische Berufsfelder heranzuführen, damit sie diese als Möglichkeiten in ihre eigene spätere Berufswahlentscheidung mit einbeziehen können.

Schwerpunkt: Selbstbehauptung und Konflikttraining für Mädchen
Im Schuljahr 1999/2000 wurde erstmals mit Mädchen des 6. und 7. Jahrgangs ein Kurs mit einer ausgebildeten Trainerin zur Persönlichkeitsstärkung und Selbstverteidigung durchgeführt. Sie lernten Handlungs- und Verhaltensmöglichkeiten in grenzüberschreitenden Situationen entweder im Vorfeld von körperlicher Gewalt oder in konkreten Gewaltsituationen, z.B. auch im Schulleben, kennen und erweitern. Derartige Angebote soll es auch in den kommenden Schuljahren geben.

Schwerpunkt: Jungenprojekttage
In Kooperation mit dem IB - Kinder- und Jugendzentrum "Dreizack" und im Rahmen des Projekts "Öffnung von Schule" wurden an unserer Schule in den vergangenen Jahren wiederholt Jungenprojekttage für 9- bis 13-jährige Jungen durchgeführt, die von verschiedenen außerschulischen Partnern unterstützt wurden. Die zahlreichen angebotenen Workshops dieser Projekttage haben die kritische Wahrnehmung und Reflexion tradierter Rollenklischees (z.B. Theater, Spiele gegen Gewalt, Auseinandersetzung mit Schimpfworten mit Hilfe des PC und Video), männliche Identitätsfindung (z.B. Abenteuer- und Sportangebote) und Erwerb von Haushaltskompetenz (z.B. Kochen, Schneidern) zum Ziel. Die Jungen können an diesen Tagen die Erfahrung machen, dass Solidarität und Kooperation wichtigere Faktoren sind als Einzelkämpfer- und Ellbogenmentalität. Unser Konzept sieht auch weiterhin Projekte vor, die Jungen Hilfestellung geben bei der kritischen Auseinandersetzung mit ihrer männlichen Rolle, sie zu partnerschaftlichem Umgang befähigen und dazu , die eigenen und die Grenzen anderer zu erkennen und zu akzeptieren.

Schwerpunkt: Geschlechtsspezifische Arbeitsgemeinschaften
Arbeitsgemeinschaften speziell für Mädchen werden an unserer Schule bereits seit Jahren angeboten. Hier haben die Mädchen die Gelegenheit in sportlichen, künstlerischen und anderen Bereichen ihre eigenen Stärken besser kennenzulernen, auszubauen und darzustellen. Diese Arbeitsgemeinschaften stärken unter der Leitung von Fachlehrerinnen und der teilweisen Mitarbeit von Eltern das Selbstbewusstsein der Mädchen und fördern ihre Leistungsbereitschaft und ihre Selbstständigkeit. Ausgebaut werden soll dieses Angebot durch den Bereich "Neue Technologien" (z.B. Internet für Mädchen) und Gewaltprävention und Selbstverteidigung.

Mädchen stehen an unserer Schule Räume zur Verfügung, die ausgesprochen nur von Mädchen schwerpunktmäßig in den Mittagspausen oder während der Arbeitsgemeinschaften genutzt werden dürfen. Diese Räume, die z.T. auch im Jugendzentrum des IB liegen, geben den Mädchen Rückzugsmöglichkeiten und Schutz und sollen ihre spezifischen eigenen Interessen erfüllen helfen. Sie werden daher von ihnen selbst gestaltet und ihre Nutzung weitgehend von ihnen organisiert.

Weitere Vorhaben sind Arbeitsgemeinschaften speziell für Jungen z.B. zur Gewaltprävention, zum Aggressionsabbau über und zum bewussten Umgang mit Computerspielen.

Beispiel 10: Unsere Schule und Computer - Projekt "Schule im Netz"

Die Bedeutung von Computern und neuen Medien nimmt in Wirtschaft und Gesellschaft ständig zu. Die Mehrzahl aller Arbeitsplätze ist inzwischen geprägt von Einflüssen, die von den Informations- und Kommunikationstechnologien ausgehen. Mit der Vermittlung von entsprechenden Lerninhalten muss eine zeitgemäße Schulausbildung dafür sorgen, dass zukunftsorientierte Methoden und Technologien eine den Anforderungen angemessene Berücksichtigung finden.

Unsere Schule hat sich schon frühzeitig mit einer breit angelegten Projektumsetzung dieser Aufgabe gestellt. Wir ermöglichen allen Schülerinnen und Schülern den Erwerb und die Steigerung von Medienakzeptanz und -kompetenz und zielen dabei auf die Stärkung von eigenmotiviertem und selbstständigem Lernen mit tagesaktuellen und zukunftsorientierten Mitteln.

Bereits 1996 startete unsere Teilnahme beim bundesweiten Projekt "Schulen ans Netz". Durch den zügigen Aufbau eines internen Computernetzwerks haben wir seitdem dafür gesorgt, dass wir mit umfangreichen Unterrichts&#710; und Freizeitangeboten inzwischen vielen Schülerinnen und Schülern einen Zugang zum Internet bieten können. Für den weiteren Ausbau unseres Intranets mit drei Computerräumen und Computermedienecken in verschiedenen anderen Räumen haben wir ein Technologiekonzept vorgelegt, bei dem wir auch die Vernetzung der ganzen Schule anstreben.

Die vielseitigen Angebote finden sowohl im Unterrichtsfach Informatik als auch in den anderen Unterrichtsfächern statt. Zahlreiche Aktivitäten sind darüber hinaus in Arbeitsgemeinschaften und Offenen Angeboten während der Mittagsfreizeiten möglich. Die Erstellung von multimedialen Dokumenten mit Texten, Bildern und Klängen sowie die Informationsbeschaffung aus dem Internet und der Austausch von E-mails sind Techniken einer modernen Zeit. Aber auch kritische Auseinandersetzungen über Inhalte, Möglichkeiten und Risiken von Computeranwendungen kommen nicht zu kurz.

Im Rahmen des verbindlichen Unterrichtsangebots der Klasse 7 erwerben alle Schülerinnen und Schüler Grundkenntnisse mit den Neuen Technologien - die Nutzung von Programmen zur Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und zum Erstellen programmgesteuerter Grafiken gehören hier zu den Inhalten.

Auch die Lehrerinnen und Lehrer haben nachgezogen und verfügen inzwischen über Grundkenntnisse in der Computer&#710; und Internetnutzung - die schulinternen Fortbildungsmaßnahmen Internetführerschein für Lehrerinnen und Lehrer wurden stark frequentiert.

Das Projekt "Schule im Netz" ist also ein Beispiel dafür, wie unsere Schule durch den Erwerb von individueller Medienkompetenz als zukunftsorientierter Schlüsselqualifikation angemessen auf Berufsleben und Studium vorbereitet und wesentliche Grundlagen für lebenslanges Lernen legt.

Beispiel 11: Studien- und Berufswahlvorbereitung an unserer Schule

In der Sekundarstufe I werden die Schülerinnen und Schüler in vielfältiger Weise auf den Wechsel ins Berufsleben, auf den Übergang auf berufsbildende Schulen oder in die gymnasiale Oberstufe vorbereitet.

Begleitet werden sie von einer sowohl allgemeinen und umfassenden als auch individuell ausgerichteten Beratung durch das Klassenlehrerteam, die Beratungslehrer, Mitarbeiter des Arbeitsamtes und des Internationalen Bundes für Sozialarbeit (IB).

Im Wirtschaftslehre-Unterricht erfahren die Schülerinnen und Schüler soziale, wirtschaftliche und politische Inhalte des außer- und innerbetrieblichen Lebens.

Im Sinne der Öffnung von Schule können die Schülerinnen und Schüler umfangreiche Informationen und Erfahrungen sammeln bei der Jobmesse mit lokalen und regionalen Ausbildungsbetrieben, bei den Einstellungstests der AOK, beim Besuch des BIZ, bei Betriebserkundungen, beim Besuch berufsbildender Schulen oder von Berufsfördermaßnahmen sowie bei einem Bewerbungstraining durch die Barmer Ersatzkasse (BEK).

Den Schwerpunkt bildet im 9. Jahrgang ein dreiwöchiges Betriebspraktikum, für das die Schülerinnen und Schüler selbstständig ihre Praktikumsstelle suchen. Ein ergänzendes Lebensplanungsseminar, durchgeführt durch den IB, leitet die Schülerinnen und Schüler an, eigene Lebensziele zu finden und zu überprüfen. Im 9. Jahrgang dient eine Projektwoche der Vorbereitung auf Eignungstests, während im 10. Schuljahr abschlussbezogen die Qualität von Lerninhalten geübt und verbessert wird.

In der gymnasialen Oberstufe setzt sich die Berufsberatung fort und wird ergänzt durch die spezielle Studienberatung. Elemente der Beratung sind hier die Studienberatung durch eine Mitarbeiterin des Arbeitsamtes und eine ständige Information über Studienplätze, Schnupperstudiengänge, Tagen der Offenen Tür von Fachhochschule und Universitäten.

Beispiel 12: Unsere autonome Streitschlichtung

Unser Name "Bertha-von-Suttner-Gesamtschule" ist auch Programm, das heißt, wir wollen unsere Schüler im Geiste der Friedensnobelpreisträgerin und Pazifistin Bertha von Suttner zur Gewaltfreiheit bei sachlichen und persönlichen Auseinandersetzungen erziehen.

Dazu haben wir das Projekt Autonome Streitschlichtung - Schüler schlichten den Streit von Schülern ins Leben gerufen, das einerseits Schülerinnen und Schülern durch Training und Fortbildung befähigt, den Streit anderer Schüler zu schlichten und das andererseits Schülern lehrt, wie ein Streit geschlichtet werden kann, ohne dass es zu Gewaltanwendungen kommt und ohne dass einer sein Gesicht verliert.

Die Streitschlichterinnen und Streitschlichter werden vorzugsweise aus den Wahlpflichtfach II - Kursen (WPII) Erziehungswissenschaft ab Jahrgang 9 gewonnen, so dass sich Fachunterricht und soziales Engagement ergänzen.

Dieses Projekt fordert die schlichtenden Schüler, erzieht sie zu Selbstbewusstsein und Selbstständigkeit sowie zu Konfliktfähigkeit und sozialem Engagement. Die "geschlichteten Streithähne" erzieht es zu Gewaltfreiheit und Toleranz.

Beispiel 13: Unser Schulsanitätsdienst

Der Schulsanitätsdienst gibt Schülerinnen und Schülern aller Jahrgangsstufen die Chance, sich aktiv am Schulleben in verantwortungsvoller Position zu beteiligen.

Durch die Ausbildung im Schulsanitätsdienst in Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz lernen die Schülerinnen und Schüler in gegenseitiger Verantwortung zu leben und sich selbst und ihre Lebensumstände bewusster wahrzunehmen und auf diese Lebensumstände Einfluss zu nehmen, indem sie exemplarisch bei gegebenem Anlass Verantwortung übernehmen und selbstständig handeln.

Die Mitglieder des Schulsanitätsdienstes leisten Erste Hilfe bei Schulunfällen, üben soziale Verhaltensweisen ein und fördern ihr eigenes Gefahrenbewusstsein und das ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler.

Außerdem leistet der Schulsanitätsdienst einen sinnvollen Beitrag, das Ausmaß der Folgen von Unfällen bzw. Notfällen zu mindern. Er fördert ferner jahrgangsstufenübergeifend die Gesundheitserziehung.

Beispiel 14: Unsere Sporthelferausbildung

Im Wahlpflichtfach II Sport können die Schülerinnen und Schüler in der Jahrgangsstufe 9 eine Ausbildung zum Schülersporthelfer absolvieren. Hierbei lernen sie Hintergründe über den Sport, die Art und Weise, wie man ihn betreiben kann und was es dabei zu beachten gilt.

Nach erfolgreicher Ausbildung können die Schülerinnen und Schüler ab der Jahrgangsstufe 10 völlig selbstständig Arbeitsgemeinschaften im Sport oder Offene Angebote in den Mittagspausen leiten. Hier bietet sich dann einerseits die Möglichkeit, dass Schüler/innen von Schüler/innen lernen und andererseits, dass sie Verantwortung übernehmen für diejenigen, die sie "unterrichten".

Die Schülersporthelferausbildung stellt somit einen großen Schritt zur Selbstständigkeit und Selbstverantwortung und zur Teamfähigkeit sowie ggf. den ersten Schritt zum Trainer- oder Übungsleiteramt dar.

Beispiel 15: Das Teilinternat Sport für junge Leistungssportler

Das Teilinternat Sport, das seit Beginn des Schuljahres 1997/98 existiert, wird von den beiden Sportvereinen AC Ückerath und TSV Bayer Dormagen getragen und von Lehrkräften der Gesamtschule betreut. Es entstand aus unserem Grundkonzept der "Öffnung von Schule", insbesondere hin zu den Sportvereinen, um unseren Schülerinnen und Schülern den Weg zu den Sportvereinen leichter zu machen und die Sportvereine andererseits in das schulische Leben zu integrieren. Besonders intensiv wurde im Laufe der Jahre die Zusammenarbeit mit dem Ringerverein AC Ückerath, der unter unseren Schülerinnen und Schülern systematische Nachwuchsförderung betrieb und schließlich auf dem Schulgelände ein eigenes Ringerzentrum erhielt. Der weibliche Nachwuchs des AC Ückerath wurde zunehmend von den Schülerinnen unserer Schule gestellt, die bald auch nationale und internationale Erfolge errangen.

Die zunehmende Beanspruchung der jungen Leistungssportlerinnen durch Training und Wettkämpfe zeigte auch die Notwendigkeit einer besonderen schulischen Unterstützung, damit nicht schulische Defizite die unerwünschte Nebenwirkung von Höchstleistungen im sportlichen Bereich werden.

Durch das Zusammengehen des kleinen AC Ückerath mit dem großen TSV Bayer Dormagen und durch die finanzielle Unterstützung der "Stiftung Sport" des Kreises Neuss sowie durch das zur Verfügung Stellen der notwendigen Lehrerstunden durch das Ministerium für Stadtentwicklung, Kultur und Sport konnte das Teilinternat Sport ins Leben gerufen werden, das jungen Leistungssportlern Hausaufgabenhilfe, gezielten Förderunterricht zum Ausgleich von sportlich bedingten Defiziten und Ausgleichsunterricht für Unterrichtsausfall bei größeren Wettkämpfen und Trainingslagern bietet.

Was wir uns konkret für die nächste Zeit vornehmen:
Wir werden die von der Schulkonferenz bereits beschlossene Einführung eines bilingualen Unterrichtsangebotes für den neuen 5. Jahrgang umsetzen und verstärkt dafür an den Grundschulen werben.
Wir werden in allen Fächern bei Unterricht im Klassenverband verstärkt auf binnendifferenzierende Unterrichtsformen setzen und dabei insbesondere das Lernen an Stationen praktizieren.
Wir werden Formen des eigenständigen Lernens bei Schülerinnen und Schülern aller Jahrgangsstufen verstärkt fördern und zu diesem Zweck eine zentrale Mediothek einrichten.
Wir werden bei der Umsetzung der neuen AO-SI einen besonderen Schwerpunkt auf fächerübergreifende Unterrichtsformen setzen.
Zur noch stärkeren Förderung des Lernens mit den Neuen Technologien werden wir das Technologiekonzept für unsere Schule weiterentwickeln.
Wir werden unsere Schule verstärkt als Stadtteilschule profilieren und dafür ein Konzept weiterentwickeln.
Die Überprüfung des Erreichens dieser Ziele wird von der Schulkonferenz in zwei Jahren am Ende des Schuljahres 2001/2002 vorgenommen.

An den verschiedenen Entwurfsstufen für
dieses Schulprogramm haben mitgearbeitet:
Ulrich Abczynski
Dr. Hans-Jürgen Belke
Willi Breuer
Angela Cramer
Klaus-Dieter Dapa
Elsbeth Faber
Achim Fischer
Bärbel Fischer
Hans Franken
Marita Guder
Susanne Hans
Brunhilde Hilgers
Hannelore Klein
Ralf Krause
Beate Limbrock
Vera Lindhaus
Alfons Lommerzheim
Volker Ludwig
Michael Oomen
Marlies Ortmann
Uwe Schäfer
Dr. Stefan-G. Schnorr
Ulrich Sternitzke
Andreas Stodden
Petra Stutz
Angelika Zwadlo


Endredaktion:
Dr. Hans-Jürgen Belke
Rita Esser