Unsere Schule

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Pädagogische und organisatorische Konzeption in Abteilung I

Die Abteilung II der Bertha-von-Suttner-Gesamtschule Dormagen umfasst jeweils 6 Klassen im 
5. und 6. Jahrgang, das heißt ca. 350 
Schülerinnen und Schüler.

Verantwortlich für die pädagogische und organisatorische Arbeit ist die Abteilungsleiterin als Schulleitungsmitglied.

Unter den vielen Aufgaben, die Schule heute hat, lassen sich für die Abteilung I vier besonders bedeutende Bereiche herausstellen:

  • Integration
  • Förderung
  • Beratung
  • Zusammenarbeit

 

 


 

1. Integration

 

Gemeint ist hier in erster Linie die Zusammengehörigkeit der Kinder zur Klasse und zur Schule. Die Schülerinnen und Schüler sollen sich in der Gemeinschaft Klasse und Schule wohl fühlen und sich mit ihr identifizieren, sodass eine positive Atmosphäre entsteht, die erfolgreiches Lernen ermöglicht.

1.1 Klassenbildung

Die Kinder, die zu uns an die Schule kommen, stammen aus ganz unterschiedlichen Stadtteilen, Grundschulen und Familien. Bei der Klassenbildung wird soweit möglich dafür Sorge getragen, dass Kinder aus gleichen Stadtteilen und Grundschulen in gleiche Klassen kommen.

1.2 Zusammenarbeit mit den Eltern

Sind die Kinder bei uns aufgenommen, beschränkt sich die Elternmitarbeit nicht auf die Mitwirkungsgremien (Klassen-, Schulpflegschaft, Schul-, Fachkonferenzen). Eltern arbeiten mit im Ganztagsbereich, zum Beispiel bei Arbeitsgemeinschaften, in der Mensa oder im offenen Angebot während der Mittagspause. In der Unterrichtszeit helfen Eltern beispielsweise als Lesemütter oder als Aufsichtspersonen im Selbstlernzentrum. Um die Eltern an der schulischen Förderung ihres Kindes erfolgreich teilhaben zu lassen, verfügt die Schule über ein breit gefächertes Beratungsangebot

1.3 Zusammenarbeit mit den Grundschulen

Wir halten Kontakt zu allen Grundschulen unseres Einzugsbereiches. Regelmäßig laden wir die Klassenlehrer und Klassenlehrerinnen der 4. Klassen des letzten Schuljahres zu uns ein, um uns über die gemeinsame pädagogische Arbeit auszutauschen. Bei Neuerungen, die die Grundschule oder die Sekundarstufe I betreffen, finden ebenfalls gemeinsame Gespräche statt.

1.4 Klassenlehrerteams

Alle Klassen werden von einem Klassenlehrerteam, in der Regel ein Lehrer und eine Lehrerin, geleitet. Das Team ist so zusammen gestellt, dass es möglichst viel Fachunterricht in seiner Klasse abdeckt, fachfremder Unterricht soll jedoch vermieden werden. Jeweils ca. 10 Unterrichtsstunden pro Woche bei einem der Klassenlehrer ist der Regelfall. Dezentrale Lehrerzimmer sorgen dafür, dass die Klassenlehrer- und Jahrgangsteams in der Nähe ihrer Klasse sind.

1.5 Ganztag

Alle Schülerinnen und Schüler nehmen am Ganztagsangebot teil, das die Mittagspause, das Essen in der Mensa, den Unterricht am Nachmittag, die Arbeitsgemeinschaften (AG), den Förderunterricht und die Arbeitsstunden umfasst. Im Vordergrund steht die Beteiligung aller am gemeinsamen Schulleben.

1.6 Räumliche Einheit

Alle Klassenräume sind auf zwei Gebäude verteilt, die mit dem Schulhof für die Fünft- und Sechstklässler eine Einheit ergeben. So erhalten die Kinder trotz der Größe der Schule einen überschaubaren Raum, in dem sie sich zurecht finden können.

1.7 Unterrichtsorganisation

Mit wenigen Ausnahmen (Fachunterricht, Förderunterricht) werden die Kinder im Klassenverband und im Klassenraum unterrichtet. Die Klasse soll ihren Klassenraum als Zuhause erleben. Über beide Schuljahre verteilt finden Projekte statt, die die Förderung der Klassengemeinschaft und die Integration der Kinder zum Ziel haben:

  • WILUK-Projekt in der ersten Schulwoche: Die Klasse wird zum aller größten Teil von ihrem Klassenlehrerteam unterrichtet, es findet noch kein Fachunterricht statt. Ziel ist es: Wir lernen uns und unsere Schule kennen (=WILUK)
  • Wandertag in der 4. Schulwoche mit dem Klassenlehrerteam
  • Projekttage am Ende des 1. Halbjahres zum Thema „K(k)lasse werden“
  • Klassenfahrt in der 4. Woche (6. Schuljahr)
  • Projekttage am Ende des 1. Halbjahres (6. Schuljahr) zum Thema „Kinder stark machen – Sexualerziehung" sowie "Gefahren im Internet"
  • In jedem Halbjahr findet eine „Assembly“ statt, in dem die Klassen etwas vorführen, das aus dem Unterricht erwachsen ist.

 

2. Förderung

Die Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler sollen weiter entwickelt werden und zwar im fachlichen, sozialen und methodischen Bereich.

2.1 Fachliche Kompetenzen

Das Förderkonzept der Bertha-von-Suttner-Gesamtschule sieht eine Förderung aller Schülerinnen und Schüler vor und hat nicht allein die Kompensation von Defiziten zum Ziel. So erhalten alle Lernenden neben den in der Stundentafel vorgeschriebenen Unterrichtsfächer zwei Stunden Förderunterricht pro Woche, die in den Stundenplan integriert sind. Die Art der Förderung richtet sich nach den Fähigkeiten der Kinder:

Bilinguales Unterrichtsangebot und Englischförderung

Wenn die Kinder im ersten Halbjahr der Klasse 5 stabile Leistungen in den Hauptfächern zeigen, empfiehlt die Zeugniskonfernezen die Teilnahme am bilingualen Unterrichtsangebot. Die Schülerinnen und Schüler haben dann während der Förderstunden zwei zusätzliche Englischstunden. Auf Antrag der Eltern kann zu jedem Halbjahr nach Beratung ein Wechsel in den oder aus dem Kurs erfolgen. Am Ende des 6. Jahrgangs entscheidet sich, welche Kinder verbindlich bis zum 10. Schuljahr am bilingualen Unterricht teilnehmen.

Förderung bei Lese- und Rechtschreibschwäche (LRS)

Für je drei Klassen wird ein LRS-Kurs mit maximal 10 Schülerinnen und Schülern angeboten. Den Unterricht übernehmen erfahrene LRS-Lehrkräfte. Alle Kinder schreiben zu Beginn des 5. Jahrgangs einen Online-Diagnosetest in Deutsch. Auf dieser Grundlage werden Kinder mit besonderen Rechtschreibeproblemen von unserer Schulpsychologin getestet und bei anerkannter Teilleistungsstörung den LRS-Gruppen zugewiesen.

Förderung in Mathematik und Deutsch

Alle Kinder, die weder am bilingualen Unterrichtsangebot noch am LRS-Förderunterricht teilnehmen, erhalten je eine Stunde Förderunterricht in Mathematik und Deutsch bei ihren jeweiligen Fachlehrkräften. Das hat den Vorteil, dass der betreffende Fachlehrer seine Schülerinnen und Schüler auch in der Förderstunde unterrichtet und so auf individuelle Defizite eingehen oder deren Stärken fördern kann.

Förderung durch die musikbetonte Klasse

Seit 2004 richtet die Schule nach der Anmeldung jeweils eine musikbetonte Klasse ein. Die Kinder dieser Klasse erhalten zwei Stunden mehr Musikunterricht (in der Regel 4 Stunden) als die übrigen Klassen. Eine musikalische Früherziehung sowie Interesse für Musik sind sind Voraussetzungen für die Aufnahme. Der Unterricht findet zu einem großen Teil an Keyboards statt. Daher sollen die Kinder zu Hause über ein Keyboard verfügen. Die zusätzlichen zwei Musikstunden sind im Stundenplan integriert. Die Kinder der musikbetonten Klasse können nicht an einer Arbeitsgemeinschaft teilnehmen.

2.2 Soziale Kompetenzen

Wir als Ganztagsschule finden einen friedlichen Umfang miteinander sehr wichtig. Deshalb wurde im Jahr 2002 das Fach „Soziales Lernen“ in den Eingangsklassen eingeführt und steht nun auf allen Stundenplänen der 5. bis 7. Klassen. Die Klassenleitungen, die das Fach unterrichten, arbeiten mit einem Programm, das in den USA von Quest International entwickelt und unter Beratung von Professor Dr. Klaus Hurrelmann auf deutsche Schulen übertragen wurde.

2.3 Methodische Kompetenzen

Diese sind in der Regel an den Fachunterricht gebunden und somit in den Stoffverteilungsplänen der einzelnen Fächer ausgewiesen. Darüber hinaus werden sie in fächerübergreifenden Vorhaben auf einzelne Jahrgänge bezogen gefördert.

 

3. Beratung

Die Beratung an der Bertha-von-Suttner-Gesamtschule umfasst in Abteilung I vor allem die beiden Schwerpunkte individuelle Beratung bei Konflikten und Laufbahnberatung. In beiden Bereichen sind unterschiedliche Personen an der Beratung beteiligt.

3.1 Individuelle Beratung bei Konflikten

Die Palette reicht von einmaligen, kurzen, klärenden Gesprächen über regelmäßige Gesprächstermine mit festen Abmachungen bis zur Weitergabe an professionelle außerschulische Beratungsstellen. Im Vordergrund steht die Beratung durch den Klassenlehrer, bei kleinen Problemen auch durch Fachlehrer oder Aufsicht an Ort und Stelle.

Darüber hinaus verfügt die Abteilung über eine Beratungslehrerin, Frau Rochaz, die vor allem bei schwerwiegenderen Konflikten hinzugezogen werden kann und für ihre Tätigkeit fortgebildet wird. Im Gegensatz zur Abteilungsleiterin ist der Beratungslehrer zur Verschwiegenheit gegenüber der zu beratenden Person verpflichtet. In der Regel finden die >Gespräche in den Pausen statt. Der Beratungslehrer verfügt über ein eigenes Büro. Neben der Konfliktberatung durch Lehrer gibt es an unserer Schule seit vielen Jahren auch die Möglichkeit, sich an Streitschlichter zu wenden, das sind ältere Schülerinnen und Schüler, die für diese Tätigkeit ausgebildet wurden. Die Streitschlichter haben einen eigenen Schlichterraum.

3.2 Laufbahnberatung

Gemeint sind zum Einen alle Gespräche und Vereinbarungen über den Leistungsstand und Fördermöglichkeiten bezüglich der oben genannten Kompetenzen. Hier sind es in erster Linie wieder die Klassen und Fachlehrer, die beratend tätig sind. Hinzugezogen wird unter anderem in Fragen der Rechtschreibförderung aber auch der Rat durch den Schulpsychologischen Dienst. Die Schulpsychologin, Frau Lange führt regelmäßig an unserer Schule Beratungsgespräche mit Eltern und Kindern durch.

Daneben werden in der Abteilung I Entscheidungen getroffen, die für die Laufbahn der Schülerinnen und Schüler eine wichtige Bedeutung haben und bereits Einfluss auf den Abschluss am Ende der Sekundarstufe I nehmen können.

Im 2. Halbjahr der 5. Klasse wählen die Eltern mit ihren Kindern das Wahlpflichtfach I für 5 Jahre. Bei der Vergabe der Schulabschlüssen in der Sekundarstufe I wird dieses Fach ähnlich gewichtet wie die Fächer Deutsch, Mathematik und Englisch. Zur Wahl stehen die Fächer „Französisch“ - also die zweite Fremdsprache - „Naturwissenschaften“, „Darstellen und Gestalten“ und „Arbeitslehre“. Wegen dieser großen Bedeutung des Faches ist es wichtig, dass die Eltern mit ihren Kindern die richtige Wahl treffen. Deshalb sprechen die Fachlehrer auf einer Konferenz für jedes Kind eine Empfehlung aus, die die Klassenlehrer auf einem Elternsprechtag mit den Eltern und Kindern beraten. Bei Bedarf kann auch hier der Beratungslehrer hinzugezogen werden, der den gesamten Wahlvorgang begleitet.

Vier Konferenzen (Zeugnis- und Quartalskonferenzen) pro Schuljahr bilden die Grundlage der Laufbahnberatung. Am Ende des 6. Schuljahrs entscheidet die Zeugniskonferenz darüber, welches Kind in den Fächern Mathematik und Englisch einem Erweiterungskurs oder einem Grundkurs zugewiesen wird.

 

4. Zusammenarbeit

Als vierte Säule der Abteilung ist dieser Begriff hier in seiner umfassenden Bedeutung gemeint. Die Zusammenarbeit mit den Eltern und den Grundschulen wurde bereits dargelegt. Die Zusammenarbeit unter den Schülern fällt in den Komplex Methodenkompetenz.

4.1 Zusammenarbeit der Lehrer

Lehrer arbeiten in der Abteilung in besonderem Maße in den Jahrgangsteams zusammen. Sie planen gemeinsam Unterricht und Leistungsüberprüfungen, sodass eine Vergleichbarkeit zwischen Klassen und Kursen gewährleistet wird. Regelmäßig treffen wir uns zu Teamsitzungen um pädagogische und organisatorische Entscheidungen zu gemeinsamen durchgeführten Projekten zu treffen.

4.2 Zusammenarbeit mit außerschulischen Einrichtungen

Um die Vielfältigkeit der Zusammenarbeit aufzuzeigen sei hier eine Auswahl getroffen:

  • Der Internationale Bund mit seinen Sozialarbeitern führt mit uns Projekte durch und unterstützt uns bei der Ganztagsbetreuung.
  • Der Schulpsychologische Dienst bietet bei uns regelmäßig Beratungsgespräche an.
  • Der Lions-Club Neuss sichert unsere Lehrerfortbildung zum „Sozialen Lernen“.
  • Die evangelische Kirche unterstützt uns bei der Ganztagsbetreuung.
  • Der katholische Pfarrer und die evangelische Pfarrerin führen mit uns regelmäßig ökumenische Gottesdienste durch.
  • Mit der städtischen Musikschule entsteht eine Zusammenarbeit im Ganztagsbereich.
  • Eine Dozentin der Universität Köln unterstützt uns mit ihren Studentinnen seit zwei Jahren bei der Rechtschreibförderung.
  • Die Beratungsstelle der Caritas „Esperanza“ unterstützt uns bei dem Projekt „Kinder stark machen – Sexualerziehung“.

 

 

 

 

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