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Unsere Umwelt: Immer mehr geprägt durch Musik & Kunst

Musik nimmt im öffentlichen wie im privaten Leben einen besonders breiten Raum ein. Wie kaum ein anderes Medium begleitet Musik den Alltag der Jugendlichen. Dem extensiven Gebrauch von Musik korrespondiert die Einseitigkeit des Umgangs mit ihr. Ein zentraler Aspekt des Musikunterrichts als bedeutendes allgemein bildendes Fach ist die Heranführung an die praktische und geistige Auseinandersetzung mit der eigenen kulturellen Identität. Hierbei geht es darum, die große Vielfalt der Musiktradition erfahrbar zu machen. Dieses Ziel lässt sich besonders durch den handelnden Umgang mit Musik erreichen, da so die Vernetzung von Musik mit anderen Denk- und Tätigkeitsformen sichtbar wird. Im Zusammenhang mit der sinnlich konkreten Erfahrung von Musik wird das Wissen über deren Entstehung, Struktur und Nutzung vermittelt.
Kunst:

Der zentrale allgemein bildende Beitrag des Faches Kunst gelangt mit dem Begriff der Bildkompetenz zum Ausdruck. In einer Kultur, die schon heute markant durch visuelle Informations- und Verständigungsprozesse geprägt ist und in der diese Prozesse zukünftig noch deutlich stärkere Ausmaße erfahren werden, ist eine Vermittlung von entsprechenden Kompetenzen unverzichtbar. Deshalb ist eine stärkere Berücksichtigung des Faches Kunst in der Schule notwendig.

 

Nutzen für die Schülerpersönlichkeit, der sich auszahlt!


Die ästhetischen Fächer bringen mit ihren Methoden und Inhalten wesentliche Aspekte von Lernen in die Schule ein. Besonders die ästhetische Bildung ist für den Erwerb von Fähigkeiten und Kompetenzen im Bereich des Verstehens und Gestaltens aller Fächer wesentlich.Eine emanzipatorische Persönlichkeitsbildung mit ihrer Forderung nach einer kreativen Rezeption der Umwelt ist Bestandteil ästhetischer Bildung. Sie ist unabdingbar für eine erfolgreiche Auseinandersetzung mit dem breiten Spektrum der (kulturellen) Gegenwart und ermöglicht erst eine individuelle und gesellschaftliche Platzierung in diesem Raum ständiger Veränderungen, eine gelungene Teilhabe an Gesellschaft. Wesentlich ist aber auch die Forderung nach kreativer, ebenso zielgerichteter wie prozessbewusster produktiver Tätigkeit der Kinder und Jugendlichen im Rahmen der ästhetischen Erziehung. Aus dem Erkannten und kritisch Reflektierten wird Neues geschaffen. Spuren eigener Aktivität werden hinterlassen. So entwickelt sich auch Gesellschaft weiter.
Die in den ästhetischen Fächer erworbenen Fähigkeiten und Kompetenzen  können für andere Fächer unterstützende Funktion haben, genauso wie andere Fächer die Arbeit in den Fächern Kunst und Musik unterstützen können. In einem solchen kooperativen Spannungsverhältnis werden die unterschiedlichen Zugangsweisen nutzbar gemacht: Sie können sich gegenseitig befruchten, ergänzen, verstärken, eine mehrdimensionale Perspektive auf die Wirklichkeit entfalten und ein differenziertes Instrumentarium zur Bewältigung und Bereicherung des Lebens entwickeln helfen.

 

Nutzen für Schulqualität und Gesundheit

Künstlerisch-kulturelle Bildung und ästhetische Erziehung als Wahrnehmungs- und Sinnesförderung beinhaltet in seinem Kern besonders Hör-, Seh- und Körpererfahrungen in möglichst ganzheitlichen Zusammenhängen, greift sie für ästhetische Prozesse auf und berührt somit auch vielfältige Aspekte der Gesundheitsförderung. Ohne die im Zentrum des Unterrichts stehenden fachlichen Zielsetzungen aus dem Blick zu verlieren ist inzwischen jedoch auch belegt, dass gerade in den künstlerischen Fächern positives Gruppenklima, Kooperations- und Kommunikationsfähigkeit und angemessenes Sozialverhalten entwickelt werden. Die im schulischen Rahmen stattfindenden musisch-künstlerischen Angebote leisten daher einen wesentlichen Beitrag für eine positive Schulatmosphäre, das Wohlbefinden der Schüler in der Schule, den sozialen Umgang miteinander und somit für eine nachhaltige Gesundheitsförderung. Das in Kooperation von Landesinstitut und Gemeindeunfallversicherungsverband Westfalen-Lippe durchgeführte Projekt ‚Ästhetische Erziehung als Beitrag zur Entwicklung von Schulqualität und Gesundheit’ konnte dies durch die Ergebnisse externer Evaluationen an künstlerisch profilierten Schulen bestätigen.

 

(Auszüge aus: Papiere auf einer Fachtagung  zur künstlerisch-kulturellen Bildung in der Schule im Landesinstitut für Schule/Qualitätsagentur, Soest, vom 27. bis 28. März 2006)

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