Unsere Schule

Foto: RP-online
 
Die Schule bedankt sich ganz herzlich bei den Vertreter/innen der Parteien für ihre Teilnahme an unserer Podiumsdiskussion. Sie hat zur politischen Meinungsbildung unserer Sekundarstufen II-Schüler/innen- viele von ihnen sind bei der Landtagswahl 2017 erstmals wahlberechtigt- erheblich beigetragen.
 
v.l.n.r.: Jürgen Heuchling (AfD), MdL Ina Scharrenbach (stellvertretende Vorsitzende des CDU-Landesverbands), Karlheinz Meyer (FDP), MdL Rainer Thiel (SPD), Marcus Glöder (Die LINKE) und MdL Dr. Joachim Paul (Piraten)

 

Anlässlich der Landtagswahl in NRW am 14.Mai 2017 fand in der Bertha-von-Suttner Gesamtschule am 04.04.2017 vor rund 250 Schülerinnen und Schülern der Oberstufe eine Podiumsdiskussion mit Politikern der aktuell im Landtag vertretenden Parteien stat. Für die SPD nahm MdL Rainer Thiel teil, die CDU schickte die stellvertretende Landesvorsitzende Ina Scharrenbach ins Rennen, Bündnis90/Die Grünen MdL Jürgen Markert, die FDP Karlheinz Meyer und die Piraten MdL Dr. Joachim Paul. Für die LINKE ging Marcus Glöder ins Rennen und für die AfD Jürgen Heuchling. 

Ludger Bunten, neben SoWi-Lehrer Michael Fester einer der beiden Moderatoren, ging in seiner Begrüßung auf die im Vorfeld der Veranstaltung stattgefundenen Versuche von Schülern und Politikern (insbes. die LINKE) ein, die AfD auszuladen und machte hier nochmals die klare Haltung der Schulleitung deutlich, dass unsere Schule auf Diskurs mit Andersmeinenden und Pluralismus setzt und Ausgrenzung in jeder Form ablehnt. Die Diskussion zeigte, dass die Entscheidung, die AfD-Einladung aufrecht zu halten, richtig war. Konnte den Schülern und Schülerinnen unserer Oberstufe doch so ein breites Parteienspektrum präsentiert werden. Lars aus Stufe 12 sah das im Anschluss an die Veranstaltung ähnlich: "Um sich eine Meinung zu bilden, muss man alle Positionen kennenlernen." 

Zu Gast waren von der SPD, Rainer Thiel, der bei der Landtagswahl 2012 bereits als Direktkandidat in den Landtag gewählt worden war und nun erneut im Wahlkreis Rhein-Kreis Neuss II (Dormagen, Grevenbroich und Rommerskirchen) kandidiert. Für BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN nahm Hans Christian Markert, seit 2010 Abgeordneter des Landtags NRW an der Podiumsdiskussion Teil. Die Piratenpartei vertrat Dr. Joachim Paul, ebenfalls seit 2012 Abgeordneter des Landtags, und aktuell Direktkandidat im Wahlkreis Rhein-Kreis Neuss II. Für die FDP nahm Karlheinz Meyer, ebenfalls Direktkandidat im Wahlkreis Rhein-Kreis Neuss II, seinem Platz auf dem Podium ein. Die CDU wurde durch Ina Scharrenbach, stellvertretende Landesvorsitzende der CDU und seit 2012 Abgeordnete des Landtags NRW, vertreten. Von der AfD nahm Jürgen Heuchling, ebenfalls Direktkandidat zur Landtagwahl im Wahlkreis Rhein-Kreis Neuss II, an der Diskussion Teil. Marcus Glöder aus dem Dormagener Stadtrat vertrat die Partei DIE LINKE.
Nach einer Begrüßung und Vorstellung der Teilnehmer gaben die Vertreter der Parteien ein erstes Statement ab. Dabei erläuterten sie kurz das für sie wichtigste Wahlkampfthema dieser Landtagswahl. Bereits hier wurde klar, dass die Parteien sich vor allem auf das Thema Schul- und Bildungspolitik konzentrieren wollten. Einig waren sich die Parteivertreter darin, dass mehr Geld in die Bildung investiert werden müsse, wenn auch mit unterschiedlicher Schwerpunktsetzung. Während z.B. für die SPD, die GRÜNEN und die LINKEN vor allem die Verbesserung der Bildungschancen im Fokus stand, nahmen CDU und FDP vor allem das Bildungsniveau in den Blick.
Im Anschluss wurde das Thema Schul- und Bildungspolitik schwerpunktmäßig behandelt. Zunächst benannten die Politiker die jeweiligen Ansichten ihrer Partei auf diesem Politikfeld. Danach hatten die Schülerinnen und Schüler Gelegenheit ihre Fragen zu stellen. Hierbei wurde über Themen wie z.B. das mehrgliedrigen Schulsystem, Inklusion, G8/G9 oder Studiengebühren kontrovers diskutiert.
Einen zweiten Schwerpunkt der Podiumsdiskussion bildete der Themenbereich soziale Ungleichheit und Sozialpolitik. Dabei entwickelte sich eine Debatte zu Themen wie z.B. "Hartz IV", prekäre Beschäftigungsverhältnisse, Alters- und Kinderarmut, das bedingungslose Grundeinkommen oder bezahlbarer Wohnraum.
In ihren emotionalen Schlussstatements hinsichtlich der Frage "Warum sollte man sie wählen?" machten die Politiker noch einmal deutlich, dass der Wahlkampf knapp sechs Wochen vor der Landtagswahl bereits auf Hochtouren läuft. Zumindest diesbezüglich herrschte ein breiter Konsens.
Die Podiumsdiskussion endete mit einem klaren Appell der Moderatoren, dass, egal welche Partei die Zustimmung der Schülerinnen und Schüler gewonnen habe, man am 14. Mai zur Wahl gehen solle.
Von den Schülerinnen und Schülern gab es für die Podiumsdiskussion eine überwiegend positive Rückmeldung. Sie fühlten sich nun gut informiert im Hinblick auf die Wahlprogrammen und Standpunkte der einzelnen Parteien. Besonders interessant und unterhaltsam sei es gewesen, dass man die Politiker hautnah in der Diskussion über politische Streitfragen erleben konnte. Sehr spannend und lebensnah sei dabei vor allem die Diskussion zum Themenbereich Bildung gewesen. Hier fühlten sich die Schülerinnen und Schüler direkt angesprochen und in den Fragen, die sie beschäftigen ernst genommen. 
Insgesamt hätten sich viele Schülerinnen und Schüler noch mehr Zeit für die Auseinandersetzung mit den Parteivertretern gewünscht. Gewünscht wurde dabei einerseits mehr Zeit für die Fragen der Schülerinnen und Schüler als auch mehr Zeit für die Podiumsdiskussion insgesamt, um einen detaillierteren Einblick in die verschiedenen Themenbereiche zu bekommen.