Unsere Schule

Bücherverbrennung in Köln 17. Mai 1933 Anfang Mai 1933 verbrannten in Deutschland die Nationalsozialisten in einem Akt der Barbarei gegen die Kultur Bücher ihrer politischen Gegner, darunter waren die Autoren Heinrich Mann, Erich Kästner, Kurt Tucholsky, Carl von Ossietzky, Karl Marx und viele andere. In Köln fand diese Aktion am 17. Mai 1933 (siehe Foto) statt - Bertha von Suttners „Die Waffen nieder“ war auch dabei. (Ihr Buch ist in vielen anderen deutschen Städten ebenfalls verbrannt worden.)     Unrühmlich an dieser Kölner Geschichte ist, dass auch diese Aktion von den Nationalsozialisten generalstabsmäßig vorbereitet und durchgeführt wurde. Mit dem widerlichen Motto „Wider den deutschen Ungeist“ wurden mit jeweiligen „Feuersprüchen“ aus der Studentenbibliothek und unter Mitwirkung einer obskuren „Organisation der Buchhändler in Köln“ über tausend Bücher verbrannt, beteiligt waren nicht nur der Nazi-Studentenverband, sondern auch Professoren und die SA.   Versöhnlich ist, dass alle Autorennamen, deren Bücher in Köln brannten, auf dem Vorplatz des ehemaligen Kölner Universitätsgebäudes in Stein gemeißelt werden, so auch der der Namensgeberin unserer Schule. So soll in den nächsten Jahren der Platz vor dem heutigen Fachhochschulgebäude mit 100 Namen gefüllt werden – in diesem Jahr haben Kölner Steinmetzauszubildende die ersten Namen eingemeißelt.   купить платья оптом в украинерегистрация торговых марок украинаабонентское юридическое обслуживание

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Heute vor hundert Jahren war Bertha von Suttner eine wache Beobachterin und Kommentatorin der Zeitereignisse. Sie stellte unermüdlich bekannten Fakten der damaligen Zeit zusammen und führte diese ihren Mitmenschen vor Augen.

 

 

Weiterlesen: Wir wissen, was mit Bertha von Suttner vor hundert Jahren geschah!

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Bertha von Suttners Kommentar zum Untergang der Titanic, abgefasst im Mai 1912, veranschaulicht das scharfsinnige, pazifistische Denken unserer Namenspatronin. Bitte lesen Sie mehr im Weiteren.

Weiterlesen: Ein Angstschrei geht um die Welt

   Sicherlich Bertha von Suttners berühmtestes Buch, jedoch längst nicht ihre einzige Veröffentlichung! Inventarium einer Seele. Leipzig: W. Friedrich, 1883. Ein Manuskript! Leipzig: W. Friedrich, 1884. Ein schlechter Mensch. Leipzig: 0. Heinrichs, 1885. Daniela Dormes. München: 0. Heinrichs, 1886. High Life. München: 0. Heinrichs, 1886. Verkettungen. Leipzig: W. Friedrich, 1887. Schriftstellerroman. Dresden: E. Pierson, 1888. Erzählte Lustspiele: Neues aus dem High Life. Dresden: E. Pierson, 1889. Das Maschinenzeitalter: Zukunftsvorlesungen über unsere Zeit. Zürich: Verlags‑Magazin, 1889. Die Waffen nieder! Eine Lebensgeschichte. Dresden: E. Pierson, 1889. Erzählungen und Betrachtungen. Wien: Österr. Volksbücher, 1890. Doctor Hellmuts Donnerstage. Dresden: E. Pierson, 1892. An der Riviera. Mannheim: J. Bensheimer, 1892. Eva Siebeck. Dresden: E. Pierson, 1892. Im Berghause. Berlin: A. Goldschmidt, 1893. Phantasien über den "Gotha". Dresden: E. Pierson, 1893. Die Tiefinnersten. Dresden: E. Pierson, 1893. Trente et Quarante! Dresden: E. Pierson, 1893. Es Löwos, eine Monographie. Dresden: E. Pierson, 1894. Vor dem Gewitter. Wien: Raimund und Chodina, 1894. Hanna. Dresden: E. Pierson, 1894. Krieg und Frieden: Erzählungen, Aphorismen, Betrachtungen. Zusammengestellt und herausgegeben von L. Katscher. Berlin: Rosenbaum u.H., 1896. Nabucco: dramatisches Gedicht in 4 Aufzügen von Ferdinand Fontana. Deutsch von Bertha von Suttner. Dresden: E. Pierson, 1896. Einsam und arm. Dresden: E. Pierson, 1896. Frühlingszeit: Lenzes‑ und Lebensgabe unseren erwachsenen Töchtern zur Unterhaltung und Belehrung gewidmet von den deutschen Dichterinnen der Gegenwart. Dresden: J. Gnadenfeld, 1896. Der Kaiser von Europa. Nach dem Engl. von F.A. Fawkes. Berlin; Vita 1897. Schmetterlinge: Novellen und Skizzen. Dresden: E. Pierson, 1897. La Traviata. Dresden: E. Pierson, 1898 (neue Auflage von An der Riviera). Schach der Qual: ein Phantasiestück. Dresden: E. Pierson, 1898. Ku‑i‑kuk: Niemals eine Zweite. Kürschners Bücherschatz, 1899. Herrn Dr. Carl Freiher v. Stengels und andere Argumente für und wider den Krieg von Dr. N.N. F'tivat Docent an der Universität. Hrsg. von Berha von Suttner. Wien. 1899.  Die Haager Friedenskonferenz: Tagebuchblätter. Dresden: E. Pierson, 1900. Krieg und Frieden: Vortrag. München: A. Schupp, 1900. Marthas Kinder: Fortsetzung zu "Die Waffen nieder". Dresden: E. Pierson, 1902. Briefe an einen Toten. Dresden: E. Pierson, 1904‑1905. Ketten und Verkettungen: Donna Sol. Leipzig: M. Hesses Volksbücherei, 1904. Babies siebente Liebe und Anderes: neue Folge der "Erzählten Lustspiele", Dresden: E. Pierson, 1905. Gesammelte Schriften. 12 Bd. Dresden: E. Pierson, 1906.  Randglossen zur Zeitgeschichte; das Jahr 1905. Kattowitz: C. Siwinna, 1906. Stimmen und Gestalten: Leipzig: B. Elischer, 1906. Zur nächsten intergouvernementalen Konferenz im Haag. Leipzig: W. Süsserott, 1907. Randglossen zur Zeitgeschichte: das Jahr 1906. Kattowitz: C. Siwinna, 1907.  Memoiren. Stuttgart: Deutsche Verlags‑Anstalt, 1909. Rüstung und Überrüstung. Berlin: Hesperus Verlag, 1909. Der Menschheit Hochgedanken: Roman aus der nächsten Zukunft. Berlin: Verlag der Friedens‑Warte, 1911. Die Barbarisierung der Luft. Berlin: Verlag der Friedens‑Warte, 1912 (Internationale Verständigung, Heft 6). Aus der Werkstatt des Pazifismus. Wien: H. Heller u. Co., 1912 (Aus der eigenen Werkstatt Bd. 2, Vortragszyklus).  Der Kampf um die Vermeidung des Weltkrieges: Randglossen aus zwei Jahrzenten zu den Ereignissen vor der Katastrophe (1892‑1900, 1907‑1914). Hrsg. von Dr. Alfred H. Fried. Zürich: Orell Füssli, 1917.avrora-trans.com/oncesearch.comadulttorrent.org/
  Bitte auf das Foto für eine größere Ansicht klicken (ca. 400 kb)- Bertha von Suttner hat nicht nur den weltberühmten Roman „Die Waffen nieder“ geschrieben, sondern auch – durchaus zu ihrem Unterhalt – viele weitere Romane und Erzählungen, die weitgehend unbekannt  geblieben sind. Aus dem schuleigenen Archiv stellen wir hier das Vorwort zum Roman „Schach der Qual“ vor, um einen Einblick in die eigentümliche Gedankenwelt unserer Namensgeberin zu geben. Generelle Überlegungen zum geistigen Verhältnis der engagierten Friedensaktivistin zu unserer Schule lesen Sie in einem gesonderten Beitrag.  Bertha v. Suttner, Schach der Qual - Ein Phantasiestück - Einleitung. Prinz Roland war ein steinreicher Mann. Er besaß Schlösser und Paläste, Villen und Fabriken, Silberbergwerke und Kohlenlager, Aktien und Staatspapiere. Wie hoch die Ziffer seines schwankenden Einkommens sei, konnte er nicht genau übersehen – genug jedenfalls, um alle Freuden des Lebens, die der Reichtum schafft, in Fülle genießen zu können. Sprosse eines einst regierenden Fürstengeschlechtes, war er mit allen Herrscherfamilien Europas mehr oder minder verwandt. Doch hatte er auch bürgerliches und proletarisches Blut in den Ader, da sein Vater in morganatischer Ehe mit einer Schauspielerin vermählt gewesen, die selber die Tochter eines Professors und einer Arbeiterin war. In seine Kindheit war eine Episode gefallen, die auf die Entwickelung seines Charakters und seiner Lebenskenntnis von großem Einfluß gewesen. Zwischen seinen Eltern hatten sich Zwistigkeiten erhoben. Von dem Gatten vernachlässigt, von dessen Verwandten mit kränkendem Hochmut ignoriert, hatte seine Mutter das fürstliche Heim geflohen und und war mit dem achtjährigen Söhnchen in ihr Vaterhaus zurückgekehrt, wo sie zehn Jahre lang bis zu ihrem Tode verblieb. Hier war Roland wie ein Bürgerkind aufgezogen worden, hier hatte er durch die Berührung mit den Angehörigen seiner Großmutter auch in die Lebensverhältnisse der ärmsten Klassen Einblick gewonnen. Nach dem Tode der Gattin aber nahm der Fürst sein Kind wieder zu sich, und seine weitere Ausbildung genoss der Jüngling fortan als Prinz und als Erbe eines Riesenvermögens. In seinem zwanzigsten Jahre fiel ihm ein anderes Erbe zu: die etwa zweihundert Bände umfassende Bücherei seines Großvaters, des Professors. Nur zweihundert Bände, aber nicht ein uninteressantes, nicht ein trockenes Buch darunter. Roland las eines nach dem anderen, und als er zu Ende war, da fing er wieder von vorne an. Eine Welt, eine ganz neue Welt, von der die Schulweisheit seiner Gymnasiallehrer und die Weltweisheit seiner Standesgenossen nichts wußte, hatte sich ihm erschlossen: die Welt der letztes Forschungsergebnisse auf naturwissenschaftlichem, sozialem und ethischem Gebiete. Damit war seine Teilnahme an den geistigen Zeitbewegungen geweckt, und die geerbte Bücherei wurde durch alle neu erscheinenden Werke der lebenden Autoren ergänzt. Kurz nach seiner Großjährigkeitserlangung verlor er den Vater und nun war er der unumschränkte Herr über seinen Reichtum und seine Lebensführung. Diese Unabhängigkeit benutzte er, um den ihm nicht zusagenden Militärdienst zu verlassen, in welchen er seinem Vater zuliebe getreten war, und bereiste, zuerst seine Güter, dann alle Länder Europas. In den Hauptstädten nahm er längeren Aufenthalt und beteiligte sich an dem Leben der „Gesellschaft“. Als er sein dreißigstes Jahr erreichte, war er des Reisens müde und er beschloß, sich ein dauerndes Heim zu wählen. Keines seiner altmodischen Schlösser, keines seiner Paläste entsprach dem Ideal, das er sich von einer Heimstätte gebildet, und so kaufte er ein Stück Land in romantischer Bucht am Mittelmeer und ließ sich dort ein feenhaftes Schloß erbauen.  Vor acht Tagen war Prinz Roland in sein neues Besitztum eingezogen. Die Frühlingssonne schien in sein prunkvolles Arbeitsgemach, durch dessen offene Fenstertüren das Rauschen des sanft bewegenden Meeres hereindrang. In tiefes Sinnen versunken, stand der junge Mann auf der vor dem Arbeitszimmer gelegenen Terrasse und lauschte dem Murmeln der Wellen – oder lauschte er seiner Stimme aus der eigenen Seelentiefe? Lange blieb er regungslos, dann, mit plötzlichem Entschlusse, trat er in das Zimmer und drückte den Knopf der elektrischen Klingel. Dem eintretenden Diener gab er Befehl, den Haushofmeister heraufzuschicken. Als dieser erschien: „Halbeck – hören Sie mich an!“ - „Ich höre Durchlaucht.“ „Wer immer komme und mich zu sehen wünscht, dem sagen Sie, ich sei heute morgen abgereist, unbekannt wohin, und unbekannt auf wie lange.“ „Sehr wohl.“ „Geben Sie allen Hausgenossen die gleiche Instruktion. Und nicht nur heute, auch morgen, auch die folgenden Tage, so ich nicht Gegenbefehl erteile. So, und jetzt schicken Sie mir den Sekretär!“ Nach einer Weile erschien auch dieser. Er hielt einen Pack Papiere in der Hand. „Haben Sie die Briefe schon geschrieben, Doktor Simmer?“      „Ja, Ew. Durchlaucht, genau nach der Liste, ich habe sie hier zur Unterfertigung gebracht ...“   „Werfen Sie sie nur ins Feuer; ich habe mir die Sache anders überlegt; ich mag eine Zeitlang keine Gäste im Haus. Ich will allein sein, ganz allein. Eben hat Halbeck die Weisung von mir erhalten, allen etwaigen Besuchern zu sagen, daß ich abwesend sei; bitte, richten Sie sich auch danach. Die einlaufende Post nehmen Sie für mich in Empfang und erledigen Sie dann nach meinen Angaben.“ „Wollen wir gleich die heutigen Einläufe ...“     „Nein, Doktor Simmer; fortan werden wir unsere Geschäfte erst nachmittags abwickeln; die Vormittage will ich allein arbeiten – ganz ungestört. Sie haben indessen genug zu thun mit der Aufstellung des Bücherkatalogs.“     Der Sekretär verneigte sich und ließ den Prinzen allein. Dieser setzte sich an seinen Schreibtisch, legte mehrere Blätter Konzeptpapier vor sich hin und begann zu schreiben.                                               грузоперевозки киевwrite an essaybuy review online
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Weiterlesen: Ein Name - kein einfaches Programm!

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Frau zu sein bedeutete in den Augen der Gegner Bertha von Suttners so etwas wie ein doppelter Beweis für die, wie sie es sahen, naiven und tagträumerischen Phantastereien der ersten Friedensnobelpreisträgerin. Lesen Sie hier eine Textcollage zum Thema "FRAU" - u.a. mit Originalzitaten aus ihren Büchern. Formuliert, szenisch aufbereitet und vorgetragen von Schülerinnen und Schülern des Literaturkurses (Jg.12) auf dem ersten Bertha-von-Suttner-Abend am 30. Oktober 1997 - immer noch aufschlussreich!

Weiterlesen: "Gelehrsamkeit ist beim Weibe nur Schein"

In den Augen ihrer Gegner bedeutete Frau zu sein, nur soetwas wie eine doppelte Bestätigung ihrer, wie sie meinten, naiven und wirklichkeitsfernen Phantastereien. Lesen Sie Original-Zitate aus Bertha-von-Suttners Büchern zum Thema "FRAU". Szenisch aufbereitet und vorgetragen von Schülerinnen und Schülern des Literaturkurses auf dem ersten Bertha-von-Suttner-Abend vor 10 Jahren - und immer noch aufschlußreich!

Weiterlesen: "... erwirkt bei Frauen nur Entartung... ."

Persönliche Anmerkungen Bertha von Suttners zur Entstehung ihres wohl berühmtesten Textes.

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