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 FRIEDENSPROJEKTE


 

 

Die Bertha-von-Suttner-Gesamtschule hat sich seit Ihrem Bestehen immer wieder in Friedensprojekten engagiert. Daraus hat sich die siebte Säule, ihr siebter Schwerpunkt entwickelt: die Friedenserziehung.

Was wäre eine Schule ohne Frieden im Land? Ein Blick in Geschichte und Gegenwart zeigt das Elend von Schule im Krieg. Es muss also wichtigstes Ziel sein, Frieden zu bewahren und zu sichern.

 

Unsere Friedensprojekte manifestieren sich in sehr vielfältigen Bereichen:

  • Auseinandersetzung mit der nationalsozialistischen Zwangsherrschaft
  • Aufarbeitung von Zwangsarbeiterschicksalen
  • Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage
  • Partnerschule 863 Moskau mit gemeinsamen Friedensprojekten

 

Hinzu kommen pädagogische Projekte, die unseren Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit geben, soziale Verantwortung zu übernehmen - ein zentrales Momentum für das Erwachsenwerden:

  • Streitschlichter
  • Soziales Lernen als Unterrichtsfach
  • Busbegleiter-Projekt
  • Schulsanitätsdienst
  • Oberstufenprojekt Soziale Verantwortung (12. Jahrgang)

 

 

 
Anfang Mai waren Zina Gassner, Lasse Gernoth, Oliver Gröger, Lisa Haubert, Marie JakobIrina Kalina, Eleonora Lang, Felicitas Lehmann und Lea-Noemi Romera mit Frau Cupeljic und Herrn Frieling in Russland, um unsere Partnerschule im Moskauer Stadtteil Konkovo zu besuchen. Im Bild sehen Sie die Gruppe mit den Moskauer Jugendlichen und Lehrer Mikhail Nevezhim vor dem Bolschoi-Theater.

 

 
Am 22.10. 2015 findet unser diesjähriger Projekttag statt. Jahrgang 5 befasst sich mit Interkulturellen Texten, die 6er mit Kindern dieser Welt. In 7 geht es um Zivilcourage und Möglichkeiten des gewaltfreien Widerstands bei An- und Übergriffen. Die 8er Klassen erkunden soziale Berufsfelder, in 10 geht es um das Leben Jugendlicher im nationalsozialistischen Dormagen der 30er und 40er Jahre. Unsere Oberstufe nimmt u.a. die aktuelle Flüchtlingsproblematik in den Blick.

 

                                                                                WSchroeder
                                                                                Walborg Schröder

 

Frau Walborg Schröder, Vorsitzende der Deutsch-Russischen Gesellschaft, die unsere Schule bei vielen Projekten der Völkerverständigung unterstützt hat, feierte einen runden Geburtstag.

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Frau Elena Guseva, Leiterin unserer Patenschule in Moskau, stattete der Gedenkstätte für Opfer des Zwangsarbeitersystems der Nationalsozialisten auf dem Alten Friedhof in Dormagen einen Besuch ab.

Kurz bevor Schülerinnen und Schüler unserer Schule zum wiederholten Male nach Moskau reisen, um die russische Metropole und unsere Patenschule 863 kennen-zulernen, besuchte deren Leiterin, Frau Elena Guseva, Dormagen. Im Gedankenaustausch mit den Organisatoren der Schulkooperation, Herrn Koopmann und Herrn Steinebach, sowie der Schulleitung wurde ein positives Fazit der bisherigen Zusammenarbeit gezogen, denn: Der interkulturelle Austausch bringt Gewinne für beide Seiten und vertieft sich mehr und mehr.  

Ganz herzlich bedanken wir uns auch an dieser Stelle bei Frau W. Schröder von der Deutsch-Russischen Gesellschaft Rhein-Ruhr, ohne deren Übersetzungen die Kommunikation längst nicht so gut geklappt hätte.

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Betroffen – aber auch zuversichtlich für die Zukunft stellte sich die Klasse 6 A zwischen die auf Halbmast gehissten Fahnen vor dem Schulgebäude.
In allen Klassen, Turnhallen, Musik- und Kunsträumen, in den naturwissenschaftlichen Übungsräumen und den Computer-Fachräumen der Bertha-von-Suttner-Gesamtschule Dormagen herrschte tiefes Schweigen: Schülerinnen  und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer, die Schulleitung und das nichtpädagogische Personal beteiligten sich an der Gedenkminute für die Opfer rechter Gewalt.

 

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Wie angekündigt wurde am 17. Dezember in Zons vor dem Haus Westerburgstraße 7 von dem Künstler Gunter Demnig der Stolperstein für Ernst Junghans verlegt. Schüler und Schülerinnen unserer Schule hatten die Patenschaft für das weit beachtete Projekt übernommen sowie die vom städtischen Kulturbüro organisierte Verlege-Zeremonie mitgestaltet.
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 Jugendliche und Lehrer aus Dormagen und Moskau bei der Pflege von Kriegsgräbern in Stukenbrock

 

In der Zeit vom 02. - 09. September ist eine Abordnung der Moskauer Partnerschule 863 bei uns zu Gast. Der Besuch steht ganz im Zeichen des kulturellen Austauschs sowie des Gedenkens an eine gemeinsame, leidvoll-tragische Vergangenheit des russischen und des deutschen Volkes. Bemerkenswert, wie offen und aktiv die Jugendlichen sich diesem Teil unserer Geschichte stellen- und zwar auch in ihren Ferien!

Der Umgang der jungen Leute miteinander ist locker und entspannt. Schließlich kennt man sich auch schon von diversen, früheren Begegnungen, etwa dem Dormagener Besuch in Moskau im Frühjahr 2011. Da die Gäste privat bei den Schülerinnen und Schülern unserer Schule untergebracht sind, vertiefen sich die persönlichen Bindungen und Freundschaften von ganz allein.
Das gemeinsame Programm hat es in sich und ist hinsichtlich seiner Qualität und Quantität vergleichbar mit dem internationaler Konferenzbesucher: Pflege diverser Denkmäler wie der Kriegsgräber und der "Stolpersteine" sowie Anlage von Gedenkstätten wie dem Pflanzen von Gedenkbäumen für Widerstandskämpfer; Empfänge in den Rathäusern Düsseldorf-Gerresheim sowie Dormagen; historische Exkursionen und Museumsbesuche!  
Die Schule dankt Uwe Koopmann und Bettina Ohnesorge für ihren unermüdlichen Einsatz, ohne den ein solch aufwendiges Kulturprojekt nicht zu realisieren wäre. Man denke nur einmal an die Planung und Organisation der gesamten Logistik... Die Schule dankt ganz herzlich aber auch den beteiligten Jugendlichen und deren Eltern, die die Gäste aus Moskau so offen und herzlich aufgenommen haben. 

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Dormagener und russische Jugendliche in der größten Stadt Europas: Moskau

Ein spannenderes Abenteuer konnte es für die jungen Leute aus unserer Schule kaum geben: Gemeinsam mit ihrem Lehrer U. Koopmann begaben sie sich auf eine Erkundungsreise nach Moskau. Über die Vorbereitungen berichtete  kürzlich gar der WDR.

Der "Auftrag" der Reise war in erster Linie ein historischer und friedenspolitischer. Ein touristisches Programm gab es natürlich außerdem. Von beidem künden eindrucksvolle Fotos.

 

 

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 Frau Aydogdu wartet mit ihren Schülerinnen auf Kundschaft
Riesengroße Betroffenheit wegen der humanitären Unglücke in Japan erfasste die Schülerinnen und Schüler der Stufe 8, die daraufhin gemeinsam überlegten, wie zu helfen sei. Schnell war die Idee geboren, diverse Verkaufsaktionen zugunsten der betroffenen Menschen durchzuführen. Die Jugendlichen  aller 8-er-Klassen wechseln sich nun schon seit einigen Wochen mit der Zubereitung und dem Verkauf von Getränken und Speisen ab. Mal wird Kuchen gebacken und schulweit angeboten, mal, wie  oben zu sehen, wandelt sich der Klassenraum zum Restaurant, in dem erlesene Mittagsgerichte feilgeboten werden.
Die Aktionen laufen weiter doch schon bislang sind sage und schreibe weit mehr als 1.200,-€ für den guten Zweck zusammengekommen!
Derzeit plant Frau Aydogdu, einen Spielzeugbasar durchzuführen. Dafür werden noch Spiele und Spielzeuge aller Art benötigt. Vielleicht durchstöbern Sie einmal Ihren Haushalt auf der Suche nach dem ein oder anderen nicht mehr gebrauchten "Schätzchen"? Es müsste natürlich schon noch verkäuflich sein. 
Frau Aydogdu nimmt die Spenden herzlich gerne entgegen und zwar am 14.04.2011 im Lehrerzimmer Haus 3, 1. OG. Am besten ist sie in der 1. oder 2. großen Pause zu erreichen.
Über den weiteren Verlauf der Spendensammlung informieren wir selbstverständlich weiter.

 

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Ein gutes nachbarschaftliches Verhältnis: Katharina Müllejans-Lukas und Uwe Koopmann (links) mit Vertretern der Schützen- und Bruderschaft Nievenheim auf dem Friedhof

 

Am Samstag, 5. März, ehrte eine Abordnung der Schützenbruderschaft Sankt Sebastianus aus Nievenheim und Ücherath und der Bertha-von-Suttner-Gesamtschule Dormagen auf dem Friedhof an der Neusser Straße die Opfer des 2. Weltkrieges. Zugleich wurde daran erinnert, dass der Nationalsozialismus in Dormagen mit dem letzten Kriegstag am 5. März 1945, also vor jetzt 66 Jahren, niedergerungen wurde.
Brudermeister Detlev Spitzenberg hob in seiner Ansprache die besondere Bedeutung hervor, die unserer Schule für die gesamtgesellschaftliche Aufgabe des Gedenkens zukommt. 

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Die vielfältigen Kontakte der Schule nach Russland und insbesondere nach Moskau sind immer wieder Gegenstand unserer Bericht-erstattung. Über die Jahre haben sich unter dem Vorzeichen eines ehrlichen interkulturellen Austausches enge Partnerschaften entwickelt.
Umso betroffener mussten die Schülerinnen und Schüler den Terroranschlag auf den internationalen Flughafen Moskau zur Kenntnis nehmen. Dieses schlimme Ereignis fiel exakt in die Vorbereitungen einer weiteren Schülerreise in die russische Metropole.
In diesem Zusammenhang sind natürlich eine ganze Reihe von Fragen zu diskutieren. Wie argumentieren die Jugendlichen im Hinblick auf die Durchführung der Reise, die ihnen sehr am Herzen liegt? Kann unter diesen Umständen überhaupt gefahren werden? Die schulinterne Debatte hierzu fand auch der WDR spannend genug, um im Rahmen der Lokalzeit Düsseldorf zu berichten (Dateigröße der komprimierten Fassung etwa 7 Mb).
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Großes Interesse zieht die Schule aktuell mit diversen Projekten für Integration und gegen Ausgrenzung und Rassismus auf sich. In diesem Zusammenhang sind diverse Interviews des Radiosenders news89.4 mit unseren Schülersprechern entstanden.

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 Protest gegen rechts 2

Seit neustem erfüllt unsere Schule darüber hinaus die Voraussetzungen, um Mitglied im Netzwerk "Schule ohne Rassismus" zu sein, dem bundesweit bereits etwa 700 Schulen angehören. Auch hierzu ist ein Radiointerview entstanden. 

Für das Projekt Schule ohne Rassismus konnte die SV Heinz Hilgers, langjähriger Bürgermeister der Stadt Dormagen, Präsident des Kinderschutzbundes und Förderer unserer Schule, als Paten gewinnen. Bitte lesen Sie unten weiteres zur Verleihung des offiziellen Prädikats. 

Sophie Schüller (geb. Neuburger)

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(6. Oktober 1903 - 19. Febr. 1950)

Leben und Leiden in Domagen und Köln während des Nationalsozialismus: Sophie Schüller überlebte als Dormagener Jüdin in Köln die Verfolgung und den Terror der Nazis. Die Stationen ihres Lebens zeichnet eine Ausstellung nach, die Schülerinnen und Schüler unter Federführung ihres Geschichtslehrers U. Koop-mann entwickelt haben. Dazu gab es intensive Recherchen- etwa im Historischen Archiv der Stadt Köln oder im NS-Dokumentationszentrum.

An Sophie Schüller wird in Kürze ein "Stolperstein" des Künstlers G. Demnig erinnern. Wie früher schon wird unsere Schule für dieses Projekt die Patenschaft übernehmen. Im Dezember wird es darüber hinaus ein Theaterstück der Schülerinnen und Schüler im Kulturzentrum Langemarkstr. geben. Wir informieren Sie dazu an dieser Stelle gesondert.

Die Ausstellung "geht" auch auf Wanderschaft, ist aber in wesentlichen Teilen schon hier zu sehen. Die Termine:

  • 4. November, 13 Uhr bis 19 Uhr, Haus 3, Eingangsbereich (Ausstellung während des Elternsprechtages)
  • 8. November, 8 Uhr bis 13 Uhr, Haus 3, Eingangsbereich (Teilausstellung als SV-Beitrag zum Tag der offenen Tür)
  • 2. Dezember, 15 Uhr, Kulturhalle der Stadt Dormagen, Langemarkstraße (während der Präsentation der Stolpersteine)
  • 22. Januar 2009 bis Ende Februar, EL-De-Haus (NS-Dokumentationszentrum, Appellhofplatz 23 – 25, 50667 Köln)
 
Oben: Die Startseite der ausgesprochen eleganten und informativen Homepage zu Gunter Demnigs Kunstprojekt "Stolpersteine". 
Die Unterstützung der Aktion "Stolpersteine" ist unserer Schule eine Herzensangelegenheit und zwar nicht zuletzt deshalb, weil sie auch an ermordete Dormagener Bürgerinnen und Bürger erinnert. Anlässlich der Verlegung neuer Stolpersteine am 10. Oktober in Dormagen findet in der "Kulle" eine Gedenkveranstaltung statt, die Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule federführend mitgestalten. Bitte lesen Sie dazu mehr im "Weiteren".

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