Unsere Schule

 


 FRIEDENSPROJEKTE


 

 

Die Bertha-von-Suttner-Gesamtschule hat sich seit Ihrem Bestehen immer wieder in Friedensprojekten engagiert. Daraus hat sich die siebte Säule, ihr siebter Schwerpunkt entwickelt: die Friedenserziehung.

Was wäre eine Schule ohne Frieden im Land? Ein Blick in Geschichte und Gegenwart zeigt das Elend von Schule im Krieg. Es muss also wichtigstes Ziel sein, Frieden zu bewahren und zu sichern.

 

Unsere Friedensprojekte manifestieren sich in sehr vielfältigen Bereichen:

  • Auseinandersetzung mit der nationalsozialistischen Zwangsherrschaft
  • Aufarbeitung von Zwangsarbeiterschicksalen
  • Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage
  • Partnerschule 863 Moskau mit gemeinsamen Friedensprojekten

 

Hinzu kommen pädagogische Projekte, die unseren Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit geben, soziale Verantwortung zu übernehmen - ein zentrales Momentum für das Erwachsenwerden:

  • Streitschlichter
  • Soziales Lernen als Unterrichtsfach
  • Busbegleiter-Projekt
  • Schulsanitätsdienst
  • Oberstufenprojekt Soziale Verantwortung (12. Jahrgang)

 

 

 
Am 22.10. 2015 findet unser diesjähriger Projekttag statt. Jahrgang 5 befasst sich mit Interkulturellen Texten, die 6er mit Kindern dieser Welt. In 7 geht es um Zivilcourage und Möglichkeiten des gewaltfreien Widerstands bei An- und Übergriffen. Die 8er Klassen erkunden soziale Berufsfelder, in 10 geht es um das Leben Jugendlicher im nationalsozialistischen Dormagen der 30er und 40er Jahre. Unsere Oberstufe nimmt u.a. die aktuelle Flüchtlingsproblematik in den Blick.

 

Weiterlesen: Projekttag 

                                                                                WSchroeder
                                                                                Walborg Schröder

 

Frau Walborg Schröder, Vorsitzende der Deutsch-Russischen Gesellschaft, die unsere Schule bei vielen Projekten der Völkerverständigung unterstützt hat, feierte einen runden Geburtstag.

Weiterlesen: Walborg Schröder bedankt sich bei der BvS

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Frau Elena Guseva, Leiterin unserer Patenschule in Moskau, stattete der Gedenkstätte für Opfer des Zwangsarbeitersystems der Nationalsozialisten auf dem Alten Friedhof in Dormagen einen Besuch ab.

Kurz bevor Schülerinnen und Schüler unserer Schule zum wiederholten Male nach Moskau reisen, um die russische Metropole und unsere Patenschule 863 kennen-zulernen, besuchte deren Leiterin, Frau Elena Guseva, Dormagen. Im Gedankenaustausch mit den Organisatoren der Schulkooperation, Herrn Koopmann und Herrn Steinebach, sowie der Schulleitung wurde ein positives Fazit der bisherigen Zusammenarbeit gezogen, denn: Der interkulturelle Austausch bringt Gewinne für beide Seiten und vertieft sich mehr und mehr.  

Ganz herzlich bedanken wir uns auch an dieser Stelle bei Frau W. Schröder von der Deutsch-Russischen Gesellschaft Rhein-Ruhr, ohne deren Übersetzungen die Kommunikation längst nicht so gut geklappt hätte.

Weiterlesen: Die Schulleiterin unserer Moskauer Patenschule zu Gast in Dormagen

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Betroffen – aber auch zuversichtlich für die Zukunft stellte sich die Klasse 6 A zwischen die auf Halbmast gehissten Fahnen vor dem Schulgebäude.
In allen Klassen, Turnhallen, Musik- und Kunsträumen, in den naturwissenschaftlichen Übungsräumen und den Computer-Fachräumen der Bertha-von-Suttner-Gesamtschule Dormagen herrschte tiefes Schweigen: Schülerinnen  und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer, die Schulleitung und das nichtpädagogische Personal beteiligten sich an der Gedenkminute für die Opfer rechter Gewalt.

Weiterlesen: Eine Schweigeminute für die Opfer

Die Verleihung des "Neusser Schulpreises" an die  Friedensaktivisten der Bertha-von-Suttner-Gesamtschule Dormagen (von links): Hendrik Lüneburg, Dilara Aydemir, Safira Müller-Alpers, Katharina Müllejans-Lukas, Karina Simerzin, Lehrer Uwe Koopmann, Linda Kuchta, Schulleiter Dr. Hansen und Dr. Jörg Ehmer, Sprecher der Geschäftsführenden Direktoren von ElectronicPartner. 40 Schulen aus dem Rheinkreis Neuss hatten einer unabhängigen Jury ihre Arbeiten für den Wettbewerb um den "Neusser Schulpreis" eingereicht. In der Kategorie "Weiterführende Schulen" ging der 1. Platz an die Friedensaktivisten der Bertha-von-Suttner-Gesamtschule Dormagen. Ausgerichtet wurde der Wettbewerb von der Westdeutschen Zeitung und dem Unternehmen ElectronicPartner. Chefredakteur Martin Vogler und Dr. Jörg Ehmer überreichten die Urkunden. Für ihre weitere Friedensarbeit bekamen die Sieger außerdem 1.250 Euro. Damit wurde das Engagement vieler Schülerinnen und Schüler gewürdigt, die sich über mehr als zehn Jahre für verschiedene Friedensaktionen an der Schule eingesetzt haben. Aktueller Höhepunkt: die Rekonstruktion der Grabanlage für die Zwangsarbeiter, Frauen und Kinder auf dem alten Friedhof in Dormagen. Katharina Müllejans-Lukas, stellvertretende Vorsitzende der Schülervertretung (SV), stellte das Projekt kurz vor: "Im Mittelpunkt unserer Arbeit steht eine Aufforderung, die auf der Stele in der Mitte der Gräber zu lesen ist: Vergesst und nicht!" Damit diese Forderung wieder sichtbar wird, wurde das Gebüsch, das die Stele verdeckte, schwungvoll gestutzt. Das "Vergessen" kann jetzt nicht mehr vergessen werden. Diese Verpflichtung betonte auch Schulleiter Dr. Hansen in seinem Statement vor den zahlreichen Zuhörern aus Politik und Verwaltung. In der Gruppe der weiterführenden Schulen gingen Preise außerdem an die Realschule Bergheimer Straße (Neuss), an die Hans-Sachs-Schule (Grevenbroich) und das Pascal-Gymnasium, ebenfalls in Grevenbroich. Der 1. Preis in der Gruppe der Grundschulen ging ebenfalls nach Nievenheim. платья оптом купитьреєстрація логотипуподаткова консультація

 

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Wie angekündigt wurde am 17. Dezember in Zons vor dem Haus Westerburgstraße 7 von dem Künstler Gunter Demnig der Stolperstein für Ernst Junghans verlegt. Schüler und Schülerinnen unserer Schule hatten die Patenschaft für das weit beachtete Projekt übernommen sowie die vom städtischen Kulturbüro organisierte Verlege-Zeremonie mitgestaltet.
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 Jugendliche und Lehrer aus Dormagen und Moskau bei der Pflege von Kriegsgräbern in Stukenbrock

 

In der Zeit vom 02. - 09. September ist eine Abordnung der Moskauer Partnerschule 863 bei uns zu Gast. Der Besuch steht ganz im Zeichen des kulturellen Austauschs sowie des Gedenkens an eine gemeinsame, leidvoll-tragische Vergangenheit des russischen und des deutschen Volkes. Bemerkenswert, wie offen und aktiv die Jugendlichen sich diesem Teil unserer Geschichte stellen- und zwar auch in ihren Ferien!

Der Umgang der jungen Leute miteinander ist locker und entspannt. Schließlich kennt man sich auch schon von diversen, früheren Begegnungen, etwa dem Dormagener Besuch in Moskau im Frühjahr 2011. Da die Gäste privat bei den Schülerinnen und Schülern unserer Schule untergebracht sind, vertiefen sich die persönlichen Bindungen und Freundschaften von ganz allein.
Das gemeinsame Programm hat es in sich und ist hinsichtlich seiner Qualität und Quantität vergleichbar mit dem internationaler Konferenzbesucher: Pflege diverser Denkmäler wie der Kriegsgräber und der "Stolpersteine" sowie Anlage von Gedenkstätten wie dem Pflanzen von Gedenkbäumen für Widerstandskämpfer; Empfänge in den Rathäusern Düsseldorf-Gerresheim sowie Dormagen; historische Exkursionen und Museumsbesuche!  
Die Schule dankt Uwe Koopmann und Bettina Ohnesorge für ihren unermüdlichen Einsatz, ohne den ein solch aufwendiges Kulturprojekt nicht zu realisieren wäre. Man denke nur einmal an die Planung und Organisation der gesamten Logistik... Die Schule dankt ganz herzlich aber auch den beteiligten Jugendlichen und deren Eltern, die die Gäste aus Moskau so offen und herzlich aufgenommen haben. 

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Dormagener und russische Jugendliche in der größten Stadt Europas: Moskau

Ein spannenderes Abenteuer konnte es für die jungen Leute aus unserer Schule kaum geben: Gemeinsam mit ihrem Lehrer U. Koopmann begaben sie sich auf eine Erkundungsreise nach Moskau. Über die Vorbereitungen berichtete  kürzlich gar der WDR.

Der "Auftrag" der Reise war in erster Linie ein historischer und friedenspolitischer. Ein touristisches Programm gab es natürlich außerdem. Von beidem künden eindrucksvolle Fotos.

 

 

Weiterlesen: Spurensuche in Moskau

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 Frau Aydogdu wartet mit ihren Schülerinnen auf Kundschaft
Riesengroße Betroffenheit wegen der humanitären Unglücke in Japan erfasste die Schülerinnen und Schüler der Stufe 8, die daraufhin gemeinsam überlegten, wie zu helfen sei. Schnell war die Idee geboren, diverse Verkaufsaktionen zugunsten der betroffenen Menschen durchzuführen. Die Jugendlichen  aller 8-er-Klassen wechseln sich nun schon seit einigen Wochen mit der Zubereitung und dem Verkauf von Getränken und Speisen ab. Mal wird Kuchen gebacken und schulweit angeboten, mal, wie  oben zu sehen, wandelt sich der Klassenraum zum Restaurant, in dem erlesene Mittagsgerichte feilgeboten werden.
Die Aktionen laufen weiter doch schon bislang sind sage und schreibe weit mehr als 1.200,-€ für den guten Zweck zusammengekommen!
Derzeit plant Frau Aydogdu, einen Spielzeugbasar durchzuführen. Dafür werden noch Spiele und Spielzeuge aller Art benötigt. Vielleicht durchstöbern Sie einmal Ihren Haushalt auf der Suche nach dem ein oder anderen nicht mehr gebrauchten "Schätzchen"? Es müsste natürlich schon noch verkäuflich sein. 
Frau Aydogdu nimmt die Spenden herzlich gerne entgegen und zwar am 14.04.2011 im Lehrerzimmer Haus 3, 1. OG. Am besten ist sie in der 1. oder 2. großen Pause zu erreichen.
Über den weiteren Verlauf der Spendensammlung informieren wir selbstverständlich weiter.

 

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Ein gutes nachbarschaftliches Verhältnis: Katharina Müllejans-Lukas und Uwe Koopmann (links) mit Vertretern der Schützen- und Bruderschaft Nievenheim auf dem Friedhof

 

Am Samstag, 5. März, ehrte eine Abordnung der Schützenbruderschaft Sankt Sebastianus aus Nievenheim und Ücherath und der Bertha-von-Suttner-Gesamtschule Dormagen auf dem Friedhof an der Neusser Straße die Opfer des 2. Weltkrieges. Zugleich wurde daran erinnert, dass der Nationalsozialismus in Dormagen mit dem letzten Kriegstag am 5. März 1945, also vor jetzt 66 Jahren, niedergerungen wurde.
Brudermeister Detlev Spitzenberg hob in seiner Ansprache die besondere Bedeutung hervor, die unserer Schule für die gesamtgesellschaftliche Aufgabe des Gedenkens zukommt. 

Weiterlesen: Die Geschichte eines kleinen Grabs in Nievenheim

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Die vielfältigen Kontakte der Schule nach Russland und insbesondere nach Moskau sind immer wieder Gegenstand unserer Bericht-erstattung. Über die Jahre haben sich unter dem Vorzeichen eines ehrlichen interkulturellen Austausches enge Partnerschaften entwickelt.
Umso betroffener mussten die Schülerinnen und Schüler den Terroranschlag auf den internationalen Flughafen Moskau zur Kenntnis nehmen. Dieses schlimme Ereignis fiel exakt in die Vorbereitungen einer weiteren Schülerreise in die russische Metropole.
In diesem Zusammenhang sind natürlich eine ganze Reihe von Fragen zu diskutieren. Wie argumentieren die Jugendlichen im Hinblick auf die Durchführung der Reise, die ihnen sehr am Herzen liegt? Kann unter diesen Umständen überhaupt gefahren werden? Die schulinterne Debatte hierzu fand auch der WDR spannend genug, um im Rahmen der Lokalzeit Düsseldorf zu berichten (Dateigröße der komprimierten Fassung etwa 7 Mb).
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Großes Interesse zieht die Schule aktuell mit diversen Projekten für Integration und gegen Ausgrenzung und Rassismus auf sich. In diesem Zusammenhang sind diverse Interviews des Radiosenders news89.4 mit unseren Schülersprechern entstanden.

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 Protest gegen rechts 2

Seit neustem erfüllt unsere Schule darüber hinaus die Voraussetzungen, um Mitglied im Netzwerk "Schule ohne Rassismus" zu sein, dem bundesweit bereits etwa 700 Schulen angehören. Auch hierzu ist ein Radiointerview entstanden. 

Für das Projekt Schule ohne Rassismus konnte die SV Heinz Hilgers, langjähriger Bürgermeister der Stadt Dormagen, Präsident des Kinderschutzbundes und Förderer unserer Schule, als Paten gewinnen. Bitte lesen Sie unten weiteres zur Verleihung des offiziellen Prädikats. 

Weiterlesen: Projekte erregen großes Aufsehen

Sophie Schüller (geb. Neuburger)

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(6. Oktober 1903 - 19. Febr. 1950)

Leben und Leiden in Domagen und Köln während des Nationalsozialismus: Sophie Schüller überlebte als Dormagener Jüdin in Köln die Verfolgung und den Terror der Nazis. Die Stationen ihres Lebens zeichnet eine Ausstellung nach, die Schülerinnen und Schüler unter Federführung ihres Geschichtslehrers U. Koop-mann entwickelt haben. Dazu gab es intensive Recherchen- etwa im Historischen Archiv der Stadt Köln oder im NS-Dokumentationszentrum.

An Sophie Schüller wird in Kürze ein "Stolperstein" des Künstlers G. Demnig erinnern. Wie früher schon wird unsere Schule für dieses Projekt die Patenschaft übernehmen. Im Dezember wird es darüber hinaus ein Theaterstück der Schülerinnen und Schüler im Kulturzentrum Langemarkstr. geben. Wir informieren Sie dazu an dieser Stelle gesondert.

Die Ausstellung "geht" auch auf Wanderschaft, ist aber in wesentlichen Teilen schon hier zu sehen. Die Termine:

  • 4. November, 13 Uhr bis 19 Uhr, Haus 3, Eingangsbereich (Ausstellung während des Elternsprechtages)
  • 8. November, 8 Uhr bis 13 Uhr, Haus 3, Eingangsbereich (Teilausstellung als SV-Beitrag zum Tag der offenen Tür)
  • 2. Dezember, 15 Uhr, Kulturhalle der Stadt Dormagen, Langemarkstraße (während der Präsentation der Stolpersteine)
  • 22. Januar 2009 bis Ende Februar, EL-De-Haus (NS-Dokumentationszentrum, Appellhofplatz 23 – 25, 50667 Köln)
  Erkundungen auf dem Soldatenfriedhof Stukenbrock: SV-Lehrer U. Koopmann mit Schülerinnen und Schüler der Sek. I.  Wenn Geschichte unter den Teppich gekehrt wird  Schüler aktiv gegen Denkmal-Schändung Seit mehreren Jahren fährt eine Delegation der Schülervertretung von der Bertha-von-Suttner-Gesamtschule Dormagen zum Antikriegstag nach Stukenbrock. Neben dem Gedenken an die 65.000 sowjetischen Opfer auf dem Soldatenfriedhof gehen sie der Geschichte im wahrsten Sinne des Wortes auf den Grund.   In einem Waldstück der südlich von Bielefeld gelegenen Senne restaurieren sie jedes Jahr den so genannten „Italiener-Friedhof“. Hier wurden Italiener begraben, die im Mannschaftsstammlager 326 umgekommen waren. Ihre „Schuld“? Sie waren in den Augen der Wehrmacht und der damaligen deutschen Politik zu „Verrätern“ geworden, weil sie sich 1943 weigerten, an der Seite der Nazis den Krieg zu verlängern. Die toten Italiener wurden vor etwa 50 Jahren nach Hamburg-Öjendorf umgebettet, und der Friedhof wurde dem Vergessen überantwortet. Gegen das Vergessen steht eine Mahnung der ehemaligen Häftlinge: „Und sorget Ihr, die Ihr noch im Leben steht, dass Frieden bleibt, Frieden zwischen den Menschen, Frieden zwischen den Völkern“.   Die Anerkennung der sowjetischen und italienischen Opfer war abhängig von der jeweiligen Gesinnung der deutschen Bevölkerung. Viele Deutsche bedauerten den Ausgang des Krieges, der wahrlich viele Opfer forderte. Der Krieg ging zu Ende, das Feindbild blieb vielfach. So recherchierten die Schüler, dass auf dem Gemeindefriedhof ein Mahnmal für die ermordeten sowjetischen Offiziere vollständig zerstört wurde. Es sollte nicht daran erinnert werden, dass sie zur Befreiung Deutschlands vom Faschismus beigetragen hatten. Der Obelisk, der von den Überlebenden für die 65.000 toten Kameraden errichtet wurde, sollte ebenfalls zerstört werden. Dies verhinderten die Engländer mit einer direkten Intervention. Entfernt wurde allerdings später doch die Rote Fahne an der Spitze des Obelisken. Bei einem Gang über den Friedhof sahen die Schüler jetzt, dass auf mehreren Gedenktafeln die Namen der italienischen Opfer offensichtlich mit einem Hammer beschädigt wurden. Von Uwe Koopmann, ihrem SV-Lehrer, erfuhren sie zudem, dass die geschichtliche Einordnung auf einer Informationstafel ungenau war: Die Italiener wurden nicht in der ersten Hälfte des Krieges in die deutsche Gefangenschaft deportiert. Das geschah erst, nachdem Marschall Pietro Badoglio das Bündnis mit Hitler-Deutschland aufgab und sich am 8. September 1943 den Amerikanern anschloss. Hunderttausende Italiener wurden von der deutschen Wehrmacht festgenommen und deportiert. Einige kamen nach Stukenbrock und wurden ebenso schlecht behandelt wie die sowjetischen Gefangenen, weil sie als Verräter galten. Einige Schüler wollen sich nun an die Gemeinde Schloss Holte-Stukenbrock wenden und darum bitten, dass die Mahnmale in ihrem ursprünglichen Zustand gesichert werden: Geschichte lässt sich nicht unter den Teppich kehren.     самая лучшая зубная пастаподготовка к школе download Windows Applications
  Friedensbotschaften werden zu einem früheren Anlass an Bäumen auf dem Soldatenfriedhof in Stukenbrock angebracht Im September reist eine Abordnung der Schule zur Kriegsgräberpflege auf den Soldatenfriedhof Stukenbrock. Näheres dazu erfahren Sie im Weiteren.  Friedenszeichen in kriegerischen Zeiten  Seit dem Beginn des kriegerischen Konfliktes im Kaukasus zwischen Georgien und Russland gibt es eine rege Korrespondenz zwischen der Moskauer Schule 863 und der Partnerschule in Dormagen. Von den russischen Schülerinnen und Schülern, die sich intensiver mit dem Krieg beschäftigen als ihre deutschen Freunde, wird befürchtet, dass ihr Land einseitig von den westlichen Medien in die Rolle des Verursachers gedrängt wird. Mit mehr als 35 Teilnehmern fährt die Schülervertretung der Bertha-von-Suttner-Gesamtschule Dormagen vom 5. bis 7. September zum Sowjetischen Soldatenfriedhof nach Stukenbrock bei Bielefeld. Ihr Anliegen: Friedenszeichen in den aktuellen kriegerischen Zeiten setzen. In Stukenbrock sind rund 65.000 Soldaten beigesetzt worden, die in dem Kriegsgefangenen-Mannschafts-Stammlager (Stalag) 326 durch Hunger und Schwerarbeit gezielt umgebracht wurden. Uwe Koopmann, einer der drei Verbindungslehrer der Schülervertretung und dort zuständig für die Schulprogramm-Säule „Friedenspädagogik“: „Unsere Schule trägt den Namen der ersten Friedensnobelpreisträgerin. Damit ist uns die Sicherung oder auch die Wiederherstellung des Friedens ein ganz besonderes Anliegen. Das gilt für unseren Schulhof genauso wie für die Weltgeschichte. Deshalb haben wir keinerlei Verständnis für alle Maßnahmen, die den Konflikt auf dem Kaukasus verschärfen könnten.“  Begrüßt wird daher der „Aufruf zum Antikriegstag 2008“, in dem das Gedenken an den Gräbern unter anderem damit begründet wird, * der Toten zu gedenken und zum Frieden zu mahnen,* dass es immer noch Menschen gibt, die Kriege als ein Mittel zur Durchsetzung politischer und wirtschaftlicher Interessen betrachten,* dass deutsche Soldaten wieder an Kriegen beteiligt sind,* dass der Wille der Überlebenden von Stukenbrock zu respektieren ist. Die Schülerinnen und Schüler legen Blumen und Kränze auf die Gräber und appellieren an die Verantwortlichen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, dass auch sie die Mahnung von Stukenbrock zum Leitgedanken ihres Handelns machen. Dieser Leitgedanke lautet: „Und sorget Ihr, die Ihr noch im Leben steht, dass Frieden bleibt, Frieden zwischen den Menschen, Frieden zwischen den Völkern.“ Die Schüler werden in Stukenbrock neben dem Gedenken an den Gräbern auch den „Italiener-Friedhof“ restaurieren, um den sie sich seit mehreren Jahren kümmern. необычные подаркигрузоперевозки киевкупить платья оптом в украине
  Maria Komarowa (links) neben der Dolmetscherin ("Ist ihre Muttersprache Russisch oder Deutsch"?- es war wirklich nicht zu entscheiden) sowie weiteren Repräsentanten der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft aus Hamburg. Die Stiftung betreut ehemalige Zwangsarbeiter v.a. in Sibirien und organisiert Begegnungen in Deutschland.  Maria Komarowa wurde während des Krieges als Tochter von Zwangsarbeitern auf einem Bauernhof in Gohr geboren. Nach 65 Jahren kehrte sie nun das erste Mal nach Dormagen zurück und erzählte den Schülerinnen und Schülern der Gesellschaftslehre-Kurse von Frau Aydogdu und Herrn Koopmann die bewegende Geschichte ihres Lebens. Lesen Sie unten das Protokoll von Nicole Fras aus der 7d. Maria Komarowa wurde in Gohr als Frühchen mit nur 1600 g geboren. Ihr Leben war nicht einfach: Ihre Mutter Dora und ihr Vater wurden während der deutschen Besatzung aus Kiew/Ukraine nach Neuss verschleppt und von hier nach Gohr verbracht. Da viele Männer im Krieg waren, benötigte man im "Reich" Arbeitskräfte.   Marias Eltern hatten Glück: Sie kamen in Gohr zu der Familie Fischer, die ihnen sehr geholfen hat. Die Fischers waren anständige Leute und ausgesprochen fair. Dora molk Kühe und ihr Mann Alexander kümmerte sich um die Pferde. Beide bekamen genug zu essen. Als dann bald darauf Maria geboren wurde, unterstützte Frau Fischer die junge Mutter, wo es ging. Sie pflegte das Kind, fütterte es und passte auf die Kleine auf, wenn Dora andere Arbeit verrichten musste. Die Beziehung wurde so eng, dass Frau Fischer die Patentante des kleinen Mädchens wurde und dieses sogar deren Vornamen bekam: Maria. Als der Krieg dann zuende ging, kamen die Amerikander und "befreiten" die Komarowas. Sie wurden zurück in die Ukraine gebracht. Nun begann die schlimmste Zeit für Maria Komarowa. Im Nachkriegsrussland war es völlig unmöglich, Kontakt nach Deutschland aufzunehmen. Maria vermisste ihre Pflegemutter so sehr, dass sie viel weinte, sich in ihrem Kleiderschrank versteckte und nicht mehr hervorkommen wollte und sich vor Zorn die Haare herausriss. Ihr Lebenswunsch aber, wieder zurück nach Gohr zu kommen, erfüllte sich erst, als ihre Pflegeeltern schon längst tot waren, nämlich im Jahre 2008. Auch nach so langer Zeit war Frau Komarowa, die selbst Mutter und Oma ist, beim Besuch in Gohr so tief bewegt, dass sie weinen musste. Auf dem Hof lebt heute übrigens noch der Neffe der Eheleute Fischer. Für unsere Klasse war es ein spannendes und aufregendes Erlebnis, Frau Komarowa kennen gelernt zu haben. apple-one.com.uaPorn Torrenthotelclub24.com
 
Oben: Die Startseite der ausgesprochen eleganten und informativen Homepage zu Gunter Demnigs Kunstprojekt "Stolpersteine". 
Die Unterstützung der Aktion "Stolpersteine" ist unserer Schule eine Herzensangelegenheit und zwar nicht zuletzt deshalb, weil sie auch an ermordete Dormagener Bürgerinnen und Bürger erinnert. Anlässlich der Verlegung neuer Stolpersteine am 10. Oktober in Dormagen findet in der "Kulle" eine Gedenkveranstaltung statt, die Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule federführend mitgestalten. Bitte lesen Sie dazu mehr im "Weiteren".

Weiterlesen: Stolperstein für Fanny Bamberg-Dahl

   Eine Abordnung der GE als Ehrengäste auf der Bühne der Schule 863 in Moskau Bis zum 3. Juni noch bleibt die Delegation unserer Schule in der russischen Metropole. Dort entgegnet sie den Besuch mittlerweile enger russischer Freunde hier bei uns in Dormagen. Bitte lesen Sie mehr im "Weiteren".   Dormagener Gesamtschüler fahren nach Moskau     Vom Samstag, 26. Mai, bis Sonntag, 3. Juni 2007, fährt eine Schülergruppe der Bertha-von-Suttner-Gesamtschule Dormagen zu ihrer dritten Studienfahrt nach Moskau. Mit im Gepäck: der neue Vertrag mit der Schule 863, deren Schüler auch schon mehrfach Dormagen besucht haben, und die Vorfreude, einen neuen Freund zu begegnen: Dmitri B. Lomonosov. Eine andere „Freundin“ steht ihr steht ihr dabei hilfreich zur Seite: Bereits die letzte Exkursion war von der Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch umfassend gefördert worden. Daniel Dappers, Marvin Frohn, Semjon Rykow, Robin Schoofs und Igor Stoljarow werden dem Veteranen Dmitri B. Lomonosov erstmals begegnen. Die Gesamtschule hatte im Jahre 2004 kurzen Kontakt zu ihm, aber dann war er abgerissen, denn Lomonosov war erkrankt und konnte daher auch die Veranstaltungen zum 60. Jahrestag der Befreiung des Lagers Sandbostel bei Bremen, zu dem er eingeladen war, nicht besuchen. Der Veteran hat inzwischen eine eigene Seite im Internet. Er skizziert sich  – wohl mit einem Augenzwinkern - und - andererseits ernsthaft - seine Ziele: „Ich bin Altersrekordhalter des russischen Internets: ich bin 82 Jahre alt. Wenn es Sie nicht abschreckt, und wenn Sie sich ernst für die Geschichte des Vaterländischen Krieges interessieren, lade ich Sie ein, sich mit meinen Memoiren bekanntzumachen. Unbekannte oder wenig bekannte Seiten der Kriegsgeschichte werden hier unter dem Gesichtswinkel der eigenen Erlebnisse betrachtet. Es bleiben mit jedem Jahr immer weniger Teilnehmer und Augenzeugen der Kriegszeit am Leben, und alles, was wir nicht geschrieben und nicht erzählt haben, verschwindet mit uns. Hoffentlich behalten diese Seiten ein Stückchen Vergangenheit für die heutige und zukünftige Generation.“ Diese Einladung nehmen die Dormagener Schüler gerne an. Bei ihrem Besuch in der Schule 863, die das eigene Museum zur Geschichte des Lagers Stukenbrock pflegt, werden die Dormagener Schüler nun auch Gelegenheit bekommen, das Museum der Schule 899 zu besuchen. Dieses Museum widmet sich der Geschichte des Konzentrationslagers Stutthof. Am 26. April hatten die Veteranen in Moskau Gelegenheit, sich auf diese neuen Begegnungen vorzubereiten. SV-Lehrer Uwe Koopmann: „Wir freuen uns, dass wir die verschiedenen friedenspädagogischen Ansätze und die museumsdidaktischen Umsetzungen der Schulen vergleichen können. Für die Säule „Friedenserziehung“ im Schulprogramm unserer Bertha-von-Suttner-Gesamtschule rechnen wir mit neuen Anregungen.“ In Moskau werden die Forschungsarbeiten zu Fanny Bamberg-Dahl mit den Stationen Dormagen, Kleve, Amsterdam und Auschwitz vorgestellt.  Der Blick der Delegation geht nicht nur in die Vergangenheit. Er ist auch auf die Gegenwart in beiden Ländern und auf die Zukunft ausgerichtet. Ein Thema wird dabei die Auseinandersetzung mit rechtsradikalen Tendenzen in der deutschen und russischen Gesellschaft sein – besonders unter den Jugendlichen. интернет магазин растенийавтоперевозкиплатья оптом купить

 

zeitzeuginDie Auschwitz-Überlebende Celine van der Hoek kommt am 8. und 9. November zu Zeitzeugengesprächen in die Schule.

 

Weiterlesen: Auschwitz-Überlebende als Zeitzeugin in der Schule

Bürgermeister Heinz Hilgers lädt im Zusammenhang mit der Verlegung weiterer "Stolpersteine" des Künstlers Gunter Demnig im Dormagener Stadtgebiet herzlich ein. An der Aktion sind wieder Schüler und Schülerinnen unserer Schule beteiligt. Nähere Einzelheiten ergeben sich aus dem Einladungsschreiben des Bürgermeisters (vgl. unten).

 

Weiterlesen: Einladung des Bürgermeisters

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Geschichtslehrer U. Koopmann informiert über Projekte seines Fachbereichs. 

Weiterlesen: Projekte des Fachbereichs Geschichte