Unsere Schule

 


 GESAMTSCHUL-ABC


Abschlüsse 

Am Ende der Sekundarstufe I sind folgende Abschlussqualifikationen erreichbar:  

  • Hauptschulabschluss nach Klasse 9 
  • Hauptschulabschluss
  • Fachoberschulreife
  • Fachoberschulreife mit Qualifikation für die gymnasiale Oberstufe

In der Sekundarstufe II sind folgende Abschlussqualifikationen erreichbar: · 

  • Fachoberschulreife nach Klasse 12 (schulischer Teil)
  • Allgemeine Hochschulreife (Abitur)

Arbeitsgemeinschaft 

Die Arbeitsgemeinschaften sind ein wichtiger Bestandteil des Schullebens. Sie leiten zu einem aktiven Freizeitverhalten an und ermögli­chen langfristig die Bildung von Interes­sengemeinschaften.Zu jedem Schulhalbjahr werden die AG-Angebote Kindern und Eltern in einem Informationsblatt vorgestellt. Die Eltern wählen in Absprache mit ihrem Kind eine Arbeitsgemeinschaft aus. Sie können aber auch einen Antrag auf Befreiung stellen, wenn ihr Kind nicht an einer Arbeitsgemeinschaft teilnehmen soll. Wir machen Angebote aus dem musisch-kulturellen Bereich  (Keyboard, Pantomime, Malen, Schülerband), aus dem sportlichen Bereich (Ringen, Schwimmen, Fußball, Basketball, Tennis usw.) sowie aus dem handwerklich-praktischen Be­reich (Malen und Basteln, Kochen und Backen, Gartenbau usw.).   

Arbeitsstunde beim Klassenlehrer/bei der Klassenlehrerin (ASK)

Das sind die Stunden, in denen unter Aufsicht und Betreuung von Leh­rkräften diejenigen Aufgaben erledigt werden, die sonst Hausaufgaben sind. In den Klassen 5 und 6 sind drei Ar­beitsstunden pro Woche eingerichtet. Sie sind für alle Kinder verpflichtend und werden vom Klassenlehrer oder der Klas­senlehrerin geleitet. Prinzi­pien dieser Arbeitsstunden sind Freiarbeit und Wo­chenplan. In den Klassen 7 und 8 werden ebenfalls drei Arbeitsstunden eingerichtet. Sie werden wegen der begonnenen Fachleistungsdifferenzierung alle vom Klassen­lehrerteam betreut. Die Jugendlichen kön­nen selbst entschei­den, in welcher Ar­beitsstunde sie welche Aufga­ben erledi­gen. Das stärkt die Ei­genverantwortung und die Selbstständigkeit. Die Teil­nahme an den Arbeitsstunden bleibt bis zur 10. Klasse verbindlich. Ab der 7. Klasse kom­men in vertretbarem Maße Hausaufgaben hinzu, denn mit drei Ar­beitsstunden in der Schule kann das im Hausaufgabenerlass vom Kultusminister festgelegte Maß an Hausaufgaben nicht abgegolten werden. 

Betriebspraktikum 

Alle Schülerinnen und Schüler nehmen während des 9. Jahrgangs an einem dreiwöchigen Praktikum teil, das der Vorbereitung auf die Arbeitswelt dienen soll. Viele Schüler haben hierbei ihren Wunschberuf entdeckt, viele hierbei auch schon die Grundlage für ihre spätere Lehrstelle oder auch ihr Studium gelegt.

Bilingualität

Seit vielen Jahren wird den Kindern mit besonders ausgeprägten sprachlichen Neigungen und Fähigkeiten ein Förderangebot – eigentlich besser beschrieben als Forderangebot- gemacht, indem ein bilinguales Unterrichtsangebot eingeführt wurde. Das heißt, dass für interessierte und befähigte Kinder die erste Fremdsprache Englisch in den Klassen 5 (2. Halbjahr) und 6 in höherer Stundenzahl vermittelt wird. Ab Klasse 7 ist für diese Jugendlichen auch in Gesellschaftslehre die Fachsprache Englisch. 

Busbegleiter 

Die Kreispolizei, die Busunternehmen und die Bertha-von-Suttner-Gesamtschule verständigten sich auf das Projekt „Busbegleiter“. Die Busbegleiter sind Mädchen und Jungen aus der 8. Jahrgangsstufe, die von der Polizei, den Busunternehmen und der Schule gezielt auf ihre Aufgabe vorbereitet werden. Dazu steht eine eigens dafür ausgebildete Trainerin zur Verfügung, die von einem Polizisten der Kreispolizeibehörde Neuss und dem Betreuungslehrer unserer Schule unterstützt wird. Die Busbegleiter helfen vor allem jüngeren und schwächeren Mitschülern. Sie verstehen sich als Kontaktpersonen zwischen Schülerschaft, Buspersonal und der Schule. Sie üben Vorbildfunktion aus, agieren behutsam helfend in Konfliktsituationen. Durch ihre Tätigkeit erhöhen sie die Sicherheit auf dem Schulweg, verbessern die Kommunikation zwischen allen Beteiligten und sorgen dafür, dass die Beschädigungen an den Fahrzeugen deutlich reduziert werden.

Unser Busbegleiterprogramm ist Teil der Friedenserziehung. Hier übernehmen die Jugendlichen Verantwortung. Am Ende der Tätigkeit wird ein Zertifikat ausgestellt, das später bei Bewerbungen beigefügt werden kann.

Differenzierung 

Mit Differenzierung ist hauptsächlich die äußere Differenzierung gemeint. Dabei wird der Klassenverband aufgelöst, um beispielsweise im Technikunterricht aus Sicherheitsgründen kleinere Lerngruppen zu haben. Eine Leistungsdifferenzierung findet z.B. in Deutsch, Englisch und Mathematik statt, um den unterschiedlichen Begabungen der Kinder und Jugendlichen Rechnung zu tragen. Im Wahlpflichtbereich (Französich, Naturwissenschaften, Arbeitslehre oder Darstellen & Gestalten) erfolgt die Differenzierung, um unterschiedliche Interessenlagen zu berücksichtigen oder individuelle Schwerpunkte zu setzen.

Fachleistungsdifferenzierung 

Nach der Phase des Fachunterrichts in den Jahrgängen 5 und 6 beginnt ab Klasse 7 die Differenzierung und Schwerpunktbildung, die Fachleistungsdifferenzierung. Sie wird auf zwei Anspruchsebenen in Grundkursen (G-Kurse) und Erweiterungskursen (E-Kurse) organisiert. In Englisch und Mathematik beginnt die Fachleistungsdifferenzierung in Klasse 7, in Deutsch in der 8. Klasse. Im 9. Schuljahr tritt noch Chemie hinzu, so dass schließlich in vier Fächern differenziert wird. 

Förderunterricht

Förderunterricht an der Gesamtschule hat drei Zielsetzungen:

  • die Förderung vorhandener Fähigkei­ten
  • den Abbau allgemeiner Lernschwierig­keiten
  • dad Aufarbeiten fachlicher Defizi­te   

Für den Förderunterricht stehen in der 5. und 6. Klasse pro Woche zwei Unterrichts­stunden zur Verfügung. Das Besondere am Förderkonzept der Bertha-von-Suttner-Gesamtschule Dormagen ist, dass alle Kinder regelmäßig in den Klassen 5 und 6 zwei Stunden Förderunterricht erhalten. Dabei wird unterschieden zwischen  

Forderunterricht für Kinder, bei denen vorhandene Fähigkeiten und Stärken aus­gebaut werden sollen und Förderunterricht für Kinder, bei denen fachliche Defizite und allgemeine Lern­schwierigkeiten abgebaut werden müssen. 

Förderangebote

Unser Förderkonzept haben wir seit vielen Jahren erfolgreich weiterentwickelt. Wir haben die Gruppengrößen der Förderkurse verringert, um dadurch ein Mehr an individueller Förderung zu ermöglichen. Förderkurse werden angeboten für Kinder mit:

Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS)

starken Rechtschreibschwächen

Problemen in Mathematik

Dazu werden Gruppen mit geringer Teilnehmerzahl eingerichtet. Wir werden dabei von der Universität Köln unterstützt; 

Für Kinder mit besonderen sprachli­chen Stärken bieten wir bilingualen Unter­richt an. Es wird dabei in größeren Gruppen gearbeitet.

Für Kinder, die nicht am bilingualen Angebot oder an der Rechtschreib-Förderung teilnehmen, wird pro Woche je eine Stunde in Deutsch und Mathematik durch einer Fachlehrkraft erteilt. Drei Monate im Schuljahr arbeiten diese Förderkurse im Selbstlern-Zentrum, und zwar ebenfalls in sehr geringen Gruppengrößen.

Kinder von deut­schen Aussiedlern, die auf Grund ih­res bisherigen schulischen Werdegangs noch über keine ausrei­chenden oder be­friedigenden Sprach­kenntnisse verfügen, erhalten in grö­ßerer Stundenzahl in klei­nen Jahr­gangsgruppen oder Einzelunterricht zusätzlichen Deutschunterricht. 

Durch die Neuorganisation des Förderunterrichts ist es uns gelungen, die Gruppengrößen für alle zu reduzieren. Alle Gruppen liegen deutlich unter den Klassengrößen. Alle Kurse werden von denjenigen Lehrerinnen und Lehrern betreut, die im entsprechenden Jahrgang und im entsprechenden Team den Fachunterricht erteilen. Sie kennen also die Kinder und wissen, wo die individuelle Förderung ansetzen muss. Der Förderunterricht findet im Vormittagsbereich statt. Wir achten sehr darauf, dass der Förderunterricht nicht als Rand- oder Eckstunde eingeplant wird. Auf diese Weise soll garantiert werden, dass der Förderunterricht für alle Kinder regelmäßig stattfindet.

Fremdsprachen 

Englisch ist für alle Kinder ab dem 5. Jahrgang verbindliches Unterrichtsfach. Im Rahmen des Wahlpflichtunterrichts kann an der Bertha-von-Suttner-Gesamtschule ab Klasse 6 mit Französisch die zweite Fremdsprache gewählt werden. Am Ende des 10. Schuljahrs haben Jugendliche, die Französisch gewählt haben, die verpflichtende zweite Fremdsprache für die gymnasiale Oberstufe erfüllt. Ab Klasse 8 bietet unsere Schule Latein an, das nach der Klasse 12 mit dem Latinum endet.

In der Oberstufe wird zudem ab der Jahrgangsstufe 11 Spanisch angeboten.

Ganztag 

Schule muss den Tag der Kinder und Jugendlichen so rhythmisieren, dass sie möglichst motiviert und mit großer Lernbereitschaft den Schultag absolvieren können. Schule muss durch ihre Angebote aber auch Lebensraum für die Schülerinnen und Schüler bieten, muss Interessen wecken und neugierig auf bisher Unbekanntes machen. Zu diesen Zielsetzungen leistet der Ganztag einen wichtigen Beitrag.

Die Ganztagsschule bietet neben dem Unterricht weitere wichtige Elemente zum gemeinsamen Leben und Lernen: Arbeitsstunden, Arbeitsgemeinschaften, offene Mittagsangebote, Förderstunden und die beauf­sichtigte Mittagspausen, so dass die Kinder und Jugendlichen den ganzen Tag in der Schule betreut werden.

Kurswechsel

Die Kurszugehörigkeiten sind Voraussetzung für die Abschlussvergabe. Deshalb sind Kurswechsel möglich. Eine Festlegung auf einen bestimmten Abschluss erfolgt allmählich während der Schullaufbahn eines Jugendlichen. Dabei erfolgt die Kurszuweisung für jedes Fach (Deutsch, Englisch, Mathematik und Chemie) gesondert und kann jeweils nach einem Schuljahr auf Grund der erbrachten Leistungen korrigiert werden. Durch Beratung und besondere Hilfsangebote im Unterricht unterstützt die Schule solche Wechsel, immer unter dem Aspekt, dem Jugendlichen den bestmöglichen Abschluss zu ermöglichen.  

Kurszuweisung 

Zu den Grundkursen (G-Kursen) und Erweiterungskursen (E-Kursen) in Deutsch, Englisch, Chemie und Mathematik werden die Jugendlichen durch die Klassenkonferenz (Zeugniskonferenz) auf der Basis der Note im jeweiligen Fach und nach pädagogischen Gesichts­punkten zugewiesen. Sehr gute, gute  oder befriedigende Leistungen sind in der Re­gel die Grundlage für die Zuweisung zu E-Kursen. Die Kurszuweisung gilt in der Regel für ein Schuljahr und wird danach überprüft. Kurzfristige Schwankungen im Leistungs­bild eines Jugendlichen führen nicht gleich zu einer Umstufung. 

Mittagessen 

In der einstündigen Mittagspause kann jedes Kind zusammen mit Klassenkame­raden und Lehrern ein warmes Mittages­sen einnehmen, sich selbst an einer Sa­latbar bedienen und einen Nachtisch be­kommen. Ein erstes Getränk ist kostenlos, für einen geringen Preis gibt es auch zusätzliche Getränke. Täglich werden drei Mittagessen angeboten, die von einer Neusser Firma zubereitet werden. Eine der Mahlzeiten ist vegetarisch. Es ist also frisch gekocht, sehr schmackhaft und gesund.

In der Regel sollen die Kinder das Essen im Abonnement bestellen. Laut Schulkonferenzbeschluss ist dies verpflichtend für die 5. bis 7. Klassen. Das „Essen im Abo“ kostet augenblicklich 2,40 Euro pro Tag.

Offenes Angebot 

Die Mittagspause ist für die Kinder eine spannende und gleichzeitig entspannende Angelegenheit. Lehrkräfte führen Aufsicht und organisieren Spielangebote. Jeder kann in dieser Mittagspause als Freizeitgestaltung das tun, was er gern möchte. Jeder kann bei den Spielangeboten mitma­chen, wenn er will. Er kann sich dabei täglich neu entscheiden. Deshalb werden diese Freizeitmöglichkeiten als "Offene Angebote" bezeichnet. Im Ringerzentrum des AC Ückerath kann man auf fest installierten Ringermatten unter fachmännischer Aufsicht seine Kräfte messen. In den Informatik-Fachräumen des Hauses 3 kann man im Internet surfen, E-Mails verschicken oder Spiele testen. Auf den Sport- und Spielflä­chen kann man z.B. Fußball, Volleyball, Tennis oder Tischtennis spie­len.

Für diejenigen, die es ruhiger lieben und sich in der Mittagspause zurück­ziehen wollen, gibt es Ruhezonen. Im Lesepalast kann man ungestört schmökern kann, es stehen aber auch Computer zur Verfügung oder man hört über Kopfhörer Musik.

Schulsanitätsdienst 

Seit vielen Jahren verfügt die Bertha-von-Suttner-Gesamtschule über ausgebildete Schulsanitäter. Das sind Schülerinnen und Schüler, die Hilfsbereitschaft mitbringen, Geschick im Umgang mit Jugendlichen besitzen, aber auch ihre Grenzen erkennen. Sie sind keine Ärzte, sie sind zuerst Helfer für ihre Mitschüler, dann für die Helfer von Sanitätsdiensten. Sie können schnell am Unfallort sein und dort dank ihrer Ausbildung wichtige Hilfe leisten. Um im Einsatzplan aufgenommen zu werden und ein- bis zweimal pro Woche Verantwortung bei Schulunfällen oder bei der seelischen Betreuung von Mitschülern zu übernehmen, muss zunächst eine Ausbildung in der Ersten Hilfe im Rahmen einer Arbeitsgemeinschaft über ein Schulhalbjahr absolviert werden.

Selbstlernzentrum 

Unser Selbstlernzentrum ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Früh-Förderung und nach Grundgedanken des reformpä­dagogischen Prinzips der Freiarbeit auf­gebaut. Es werden Aufgaben aus verschiedenen Fächern (Deutsch, Englisch, Mathematik u.a.) angeboten, und die Kinder können selbst entschei­den, welche Aufgaben sie bearbeiten wollen. Sie können sich auch selbst Aufgaben stellen und erhalten dabei Hilfen durch Lehrerinnen und Lehrer, um beispielsweise Methoden der Infor­mationsbe­schaffung zu entwickeln (Benutzen eines Lexikons; Fachbücher auswerten usw.). Wer also z. B. einen Aufsatz über die Amazonas-Indianer schreiben möchte, weil ihn das gerade besonders inter­essiert, der kann das tun – die Lehrkräfte helfen ihm dabei, die richtige Vorgehensweise zu entwickeln. Tipps werden natürlich auch zur Gestaltung und zur Überarbeitung gegeben.

Den Kindern stehen zudem Computer mit spezieller Software zur Verfügung, so dass sie sich entscheiden können, ob sie sich mit Hilfe eines Trainingsprogramms in Mathematik, Rechtschreiben oder Englisch weiter fachlich fit machen wollen. Sie erhalten also im Selbstlernzentrum vor allem Hilfen zum Lernen des Lernens.

 

Sitzenbleiben 

 

Das sogenannte Sitzenbleiben ist in einer Gesamtschule durch die Umstufungsmöglichkeien in den Fachleistungs­kursen nicht sinnvoll. Auch gibt es kein Abschulen, also ein Verlassen der Schulform Gesamtschule.

 

Das Sitzenbleiben hat sich auch in vielen wissenschaftlichen Untersuchungen als wenig effektiv herausgestellt.

 

Allerdings können die Klassenkonferenzen nach der neuen Ausbildungsordnung für die Sekun­darstufe I die Wiederholung der jeweiligen Jahrgangsstufe empfehlen, wenn die För­dermöglichkeiten der Schule aus­ge­schöpft sind und in mehreren Fächern nur mangelhafte Leistungen erbracht wur­den oder eine längere Krankheit vorlag.

 

Mit dem Übergang in die 10. Klasse wird in der Gesamtschule erstmalig eine Ver­set­zung ausgesprochen. Dazu muss der Hauptschulabschluss nach Klasse 9 er­reicht sein.

Soziales Lernen 

Gesamtschulen wollen Kindern und Jugendlichen nicht nur Fachwissen beibringen, sondern sie auch zu sozialem Lernen befähigen, d.h. miteinander statt gegeneinander zu lernen und zu ar­beiten. Viele Personal­chefs weisen darauf hin, dass in unserer immer komplizierter werdenden Arbeits­welt nicht nur Spezialisten gefragt sind, sondern junge Menschen, die die Fähig­keit zur Arbeit im Team mitbringen. Die Gesamtschule Dormagen erzieht auf die Zukunftsbedürfnisse hin: Viele Klassen haben Tischgruppen gebildet, vielfältige Projekte werden bearbeitet, in denen sich Kinder und Jugendliche gegenseitig helfen und ergänzen.

Seit vielen Jahren haben alle Klassen in den Jahrgängen 5 bis 8 das Fach „Soziales Lernen“. Eine Stunde pro Woche erarbeiten sie mit ihren Klassenlehrern, die dafür intensiv ausgebildet wurden, beispielsweise Möglichkeiten zu Konfliktlösungen oder sie erproben unterschiedliche Kooperationsmöglichkeiten. Die Kinder erleben ihre Stärken und Schwächen bewusst. Sie lernen auf dieser Grundlage Mitschülern Unterstützung zu geben oder sich Hilfe geben zu lassen. Klassen wachsen auf diese Weise zusammen - sie werden Klasse. 

Streitschlichter

Streitschlichtung ist schon seit vielen Jahren ein wesentlicher Teil unseres Schulprogramms. Lehrerinnen und Lehrer können nicht immer gleich zur Stelle sein, wenn es irgendwo auf dem Schulgelände einen Konflikt zwischen den Kindern oder Jugendlichen gibt. Häufig können Schülerinnen und Schüler schneller, wahrscheinlich sogar wirkungsvoller helfen. Fünf- bis zwanzigmal greifen die Schlichter in „Spitzenzeiten“ helfend und beratend ein. Dabei ergibt sich eine Erfolgsquote von 90 Prozent. Anlässlich einer bundesweiten Evaluation von Mediationsprojekten in diesem Jahr zeigte sich, dass das Schlichterprojekt unserer Schule sowohl hinsichtlich seiner Akzeptanz bei unseren Kindern und Jugendlichen wie auch bezüglich seiner Kontinuität im Vergleich zu ähnlichen Projekten deutlich erfolgreich ist. 

Teilinternat 

Am 2. Juni 1997 wurde es der Öffentlich­keit vorgestellt, das „Teilinternat Sport“ – vom AC Ückerath und dem TSV Bayer Dormagen getragen und durch die Lehr­kräfte der Bertha-von-Suttner-Gesamt­schule Dormagen personell gestaltet. Es ist das einzige Teilinternat im Kreis Neuss und leistet einen wichtigen Beitrag zur Förderung des Leistungssportnach­wuch­ses.

Das Teilinternat bietet jungen Leis­tungssportlern beider Vereine die notwendige Hilfe bei schulischer Beratung, bei Hausaufgabenbetreuung und bei För­derunterricht, um Erfolge im Leistungs­sport und in der Schule in Einklang zu bringen. Zusätzlich werden der schuli­sche Stundenplan, die Internatsbetreuung und die Trainingszeiten so abgestimmt, dass für die Athleten eine zeitliche Entlas­tung entsteht. 

Wahlpflichtunterricht 

Die Gesamtschule hat für alle Kinder und Jugendlichen ver­bindliche Fächer, aber auch breite Wahl­möglich­keiten, die es erlauben, Schwer­punkte in der schulischen Laufbahn selbst zu bestimmen.

Ende der Klasse 5 müssen sich die Kinder (zusätzlich zum Pflicht­unterricht) zwischen vier Lernberei­chen im Wahlpflichtbereich (WP) bis zum Ende der 10. Klasse entscheiden:

die zweite Fremdsprache Französisch

Naturwissenschaften

Arbeitslehre (Technik, Wirtschaft, Hauswirtschaftslehre)

Darstellen und Gestalten. 

Diese Entscheidung treffen aber die Kinder keinesfalls alleine. Nach ausführlichen Informationen an die Eltern erfolgen Beratungsempfehlungen durch die Schule. Bestehen weiter Unsicherheiten, wird in einem gemeinsamen Gespräch zwischen Schule, Eltern und Kindern nach einer möglichst optimalen und tragfähigen Lösung gesucht.