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11er Schüler der BvS-Gesamtschule im Ratssaal des Rathauses

 

Wie schon im Vorbericht auf dieser Homepage vom 04.März angekündigt hat die Bertha-von-Suttner-Gesamtschule als erste Schule in Dormagen an dem „Planspiel Kommunalpolitik“ teilgenommen, das von der Friedrich-Ebert-Stiftung in Zusammenarbeit mit der Stadt Dormagen und der BvS durchgeführt wurde. Die beiden Sozialwissenschaftskurse der Einführungsphase von Michael Fester und Ludger Bunten konnten dabei hautnah die Abläufe in der Kommunalpolitik kennenlernen und in einer fiktiven, aber realitätsnahen Ratssitzung eigenes politisches Handeln simulieren. 

Hohe Politik im Rat: Scheint Spaß zu machen.

Das Planspiel erstreckte sich insgesamt über drei Projekttage. Am ersten Projekttag lernten die Schülerinnen und Schüler bereits theoretisch die Grundlagen der Kommunalpolitik kennen. Beim 1x1 der Kommunalpolitik erarbeiteten sich die Schülerinnen und Schüler zusammen mit Vertretern der Friedrich Ebert Stiftung wichtige Aspekte wie Gewaltenteilung, kommunale Aufgaben und die konkreten Strukturen vor Ort in Dormagen. Gemeinsam wurden Themen gesucht, die die Jugendlichen interessieren, Dinge die sie ganz konkret in Dormagen verändern und mitgestalten würden. Anschließend wurden Fraktionen eingeteilt und der nächste Projekttag vorbereitet. Am Nachmittag des ersten Tages besuchten die Schülerinnen und Schüler eine echte Sitzung der Stadt Dormagen unter der Leitung des Bürgermeisters Erik Lierenfeld. In der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses beobachteten und dokumentierten sie anhand eines Leitfadens aspektgeleitet den Ablauf der Sitzung.

 

Am zweiten Projekttag bereiteten sich die Schülerinnen und Schüler in Fraktionen zusammen mit jeweils einem Mitglied des Dormagener Stadtrats auf eine eigene gespielte Sitzung vor. Bei dieser Fraktionsarbeit mithilfe echter Kommunalpolitiker von SPD, CDU, Grünen und FDP erstellten die Schülerinnen und Schüler eigene Anfragen und Anträge zu den Themen die sie selbst eingebracht hatten. Anschließend fand zudem eine Positionierung zu den Anträgen der anderen Fraktionen statt und die eigene Argumentation wurde vorbereitet.

Das Finale mit der gespielten Sitzung der Schülerinnen und Schüler fand dann am 14.03. 2018 ab 16 Uhr im Ratssaal der Stadt Dormagen statt. Für einen Tag waren sie „Ratsfrauen und Ratsherren“ der Stadt Dormagen Stadt und stimmten demokratisch über die selbst eingebrachten Anfragen und Anträge ab.

Im Vorfeld hatte die Stadtverwaltung die Anfragen der Schüler bearbeitet und wurden in der „Ratssitzung“ fachgerecht beantwortet. Die Leitung der Sitzung hatte dabei der Bürgermeister der Stadt Dormagen, Herr Erik Lierenfeld, übernommen, der die Sitzung souverän und fachlich kompetent leitete. Unterstützung erhielt er dabei unter anderem vom Ersten Beigeordneten der Stadt, Herr Robert Krumbein und weiteren Mitarbeitern der Stadtverwaltung. Nachdem die Anfragen, zum Beispiel nach dem Ausbau des Glasfaser-Netzes, der Optimierung der Busfahrpläne oder des Ausbaus von Fahrradwegen beantwortet waren, kam es nach reger Diskussion zur Abstimmung.

Sowohl die echten Ratspolitiker der Stadt Dormagen als unsere Schüler und Schülerinnen zeigten sich begeistert von dem Planspiel. So äußerte sich beispielsweise das SPD-Ratsmitglied Carsten Müller: „Das Projekt ist genial und es ist schön zu sehen, wie ernsthaft und interessiert die Schüler sind“. Der FDP-Fraktionsvorsitzende im Rat, Herr Karlheinz Meyer ergänzte: „Gerade in dem Alter, in dem die Schüler jetzt sind, ist es wichtig, ihnen Politik näher zu bringen. Und auch die Statements unserer zeigen, wie gut das Planspiel auch bei ihnen angekommen ist. „Hat Spaß gemacht. Jetzt habe ich mal eine Vorstellung von echter Politik“, so Xenia. Und Mitschülerin Shareen fand die finale Sitzung im Ratssaal spannend: „Man hat sich gefühlt als echte Politikerin.“ Wobei die meisten Schüler und Schülerinnen es super fanden, dass ihre Anfragen von der Stadt ernst genommen und ernsthaft bearbeitet wurden.

Großen Beifall fanden auch die abschließenden Worte des Bürgermeisters, der zusagte, dass einige Anträge der Schüler und Schülerinnen noch einmal mit den „echten“ Ratsmitgliedern diskutiert würden.

 

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