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„Cat“ ist nicht gleich „Cat“.
 

 „Schneekatzen“ oder „Der Alltag eines Pistenraupenfahrers“

 Von Franziska Jansen

 
 
Am Donnerstagabend wurden wir von Florian Bernhard, einem Schneekatzenfahrer durch die Wartungshalle für die Beschneiungsmaschinen und die Schneekatzen am Eisseehaus geführt. Dabei haben wir einiges über seine Arbeit auf dem Mölltaler Gletscher erfahren. Eigentlich ist Florian gelernter Installateur und hat auf Nachfrage im Eisseehaus den Job erhalten. Eine Ausbildung auf der Schneekatze hat er nicht erhalten, lediglich eine kurze Einweisung. Florian arbeitet 6 Tage hintereinander und hat dann 3 Tage frei. Wobei er entweder tagsüber arbeitet oder nachts. In der Nachtschicht werden die Pisten für die Skiläufer präpariert. Florian fährt um 3.00 Uhr mit seiner Schneekatze raus und ist gegen 8.00 Uhr wieder zurück, dabei fährt er sechs mal die Pisten hoch und runter. Zum einen braucht Florian dann nicht auf Skifahrer zu achten und zum anderen kann man nachts z.B. bei Schneesturm viel besser sehen.
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  (Foto: T. Weitz)   
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  (Foto: T. Weitz)   
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Schneekatze ist eine umgangsprachliche Bezeichnung für eine Pistenraupe und dabei (fast) eine direkte Übersetzung der engl. Bezeichnung „snowcat“ die sich wiederum vom Namen des Herstellers Tucker Sno-Cat ableitet. „Cat“ ist in diesem Namen allerdings die Abkürzung für das englische caterpillar, deutsch Raupe.
Eine Pistenraupe ist ein Kettenfahrzeug und hat vorne eine Schaufel (Räumschild) und hinten eine Fräse (oder Walze). Es wird üblicherweise durch Dieselmotoren angetrieben. Fährt das Pistenfahrzeug über eine geschlossene Schneedecke, schiebt es Schnee vor sich her und gleicht damit Unebenheiten des Untergrundes aus. Gleichzeitig wird der Schnee durch das Gewicht des Fahrzeuges verdichtet und mit der Nachlauffräse „umgegraben“ und geebnet. und damit entsteht eine über längere Zeit haltbare Skipiste.
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Florians Schneekatze hat 530 PS. Manche Raupen wiegen bis zu bis zu 13 t. Die Pistenraupe dient aber nicht nur zum Präparieren von Pisten sondern auch zum Transport vom Material und Menschen. So wurden auch einige von uns mit der Schneekatze zur Duisburger Hütte transportiert.
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In der Tagschicht müssen dann die Schneekatzen gewartet werden, damit sie immer einsatzbereit sind. Eine weitere Aufgabe von Florian ist am Tag auch die Pistenrettung und die Beschneiung des Gletschers. Wir haben uns natürlich gefragt, warum man bei so viel Schnee auf dem Gletscher, diesen auch noch beschneien muss. Aber Florian erklärte, dass man durch die Beschneiung versucht, den Gletscher zu erhalten.
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 (Foto: T. Weitz)   
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 Der Schnee ist danach verdichtet und hart wie Beton.
 (nach einem Lawinenabgang)
 
 
Bericht von einem Interview mit einem Pistenraupenfahrer
Von Michael Meuter

 
 
Drei Schüler befragten einen Pistenraupenfahrer zu seinem Beruf, den Aufgaben und den Gefahren, die solch ein Beruf mit sich bringt.
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Die Arbeitszeiten in diesem Beruf sind vom Wetter abhängig. Bei schlechtem Wetter wird von 4.00 bis 9.00 Uhr präpariert, bei gutem Wetter von 16.00 bis 21.00 Uhr. So wurde uns plötzlich auch klar, warum die Raupen machmal schon nach dem Skifahren losgefahren sind und manchmal erst morgens zurückgekommen sind. Fest steht: Ein Raupenfahrer ist 6 Tage im Einsatz und hat danach 3 Tage frei.
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 (Foto: T. Weitz)   
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Sie sind dafür zuständig, dass eine Schneedecke von ca. 3 Metern den Gletscher abdeckt. Schneestürme erschweren die Arbeit, da der Himmel die selbe Kontur hat wie die Piste, dann ist es für die Raupenfahrer schwer zuerkennen, wo die Piste ist und wo sie schon präpariert ist und wo nicht. In der Nacht sieht das Ganze dann schon wieder anders aus. Der Himmel ist dunkel und die Piste ist weiss! Gletscherspalten können ebenfalls die Arbeit erschweren. Aber in unserem Skigebiet sind kaum Gletscherspalten vorhanden, das erleichtert die Arbeit sehr, teilte uns der Raupenfahrer mit.
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Zu seinem Aufgabenspektrum gehört auch die Rettung von Skifahrern. Es gibt eine Rettungsgondel in der verletzte Skifahrer sicher und vor Wind und Wetter geschützt transportiert werden können. Einer kann liegen, zwei können im Sitzen mitfahren. Die Rettungsgondel wird genauso vorne am Raupenschild befestigt, wie die „Körbe“ mit denen wir zur Duisburger Hütte gefahren sind.
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Das Warten der Fahrzeuge ist gehört ebenfalls zu den Aufgaben der Fahrer.
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Sowohl im Sommer als auch im Winter sind die Raupenfahrer mit ihren Fahrzeugen auf der Piste, denn auch im Sommer muss diese Schneedecke von 3 Metern aufrecht gehalten werden. Im Sommer wird der Schnee dann hauptsächlich durch Schneekanonen produziert. Während dieser Jahreszeit dürfen sie sich auch Urlaub nehmen. In der Regal sind es dann zwei Wochen.
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Das Heiligtum der Raupenfahrer sind natürlich die Maschinen selbst (die wir uns auch angeguckt haben, dazu aber im unteren Teil mehr). Ein Fahrzeug kostet ca. 250.000 Euro und wiegt zwischen 9 und 13 Tonnen. Während einer Schicht, in der nur planiert und nicht geschoben wird, verbraucht eine Raupe ca. 250 Liter Diesel.
Der Kraftstoff wird in riesigen Tanks gespeichert. Im Sommer werden diese dann von einem Dieseltanklastzug gefüllt. Dieser kann dann nämlich hinauf bis zum Eisseehaus auf 2.800m fahren.
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Herr Bernhard (mit dem wir das Interview führten) zeigte uns die Fahrzeuge und die Halle.
Er nahm sich ausgesprochen viel Zeit, um uns wirklich alles bis ins kleinste Detail zu erklären. Aus dem Führerhäuschen der Raupe hat er die Übersicht über das Geschehen.
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Zwei der Raupen sind mit einer Seilwinde ausgestattet. An besonders steilen Stücken klinkt sich die Raupe mit der Seilwinde dann in Verankerungen auf der Piste ein. Die Seilwinde sichert und unterstützt dann. Manchmal schneidet sich das Seil hinter Kuppen tief in den Schnee ein und könnte für Personen auf der Piste sehr gefährlich werden, da es nicht zu sehen ist. Zu diesem Zweck gibt es ein spezielles Warnschild das aufgestellt wird. Es blinkt und piept ununterbrochen.
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Herr Bernhard erzählte uns auch von einem Unfall, der ihm schon widerfahren ist. Er wurde von einer Hangrutschlawine überrascht und sein Fahrzeug wurde zu ¾ mit Schnee bedeckt. Der Schnee ist danach verdichtet und hart wie Beton. Zwei Raupen waren notwendig um sein Fahrzeug frei zu bekommen. Zum Glück ist nichts passiert. Das zeigt uns, dass auch dieser Beruf nicht ungefährlich ist und eine gewisse Gefahr diese Leute immer bei der Arbeit begleitet.
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 (Fotos, sofern nichts Gegenteiliges vermerkt: St.-G. Schnorr)
 
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