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Kaiserstadt bei Kaiserwetter: Unsere zwei Deutsch-LK Q1 besuchten Wien 

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Zum 10. Mal in Folge hat es Wien auf Platz 1 der Mercer-Studie als lebenswerteste Stadt der Welt gebracht. Grund genug, ihr einmal einen Besuch abzustatten, zumal Wien mit dem Burgtheater, der Ringstraße, den Sigmund-Freud-Stätten und den unzähligen Museen und Schlössern etliche Impulse auch für den Schulunterricht gibt. Ein Bericht in Kurzform:

22.05.2019: Erst einmal war das noch ein Klausurtag! Abends um halb 10 dann aber endlich der Aufbruch in die Kursfahrtwoche. Die obligatorische Bahnverspätung von einer Stunde konnte die Vorfreude und gute allgemeine Stimmung nicht trüben. Die 10-stündige Reise verbrachten wir in 6er Abteils. Sehr angenehm war das, denn vielfach konnte, wenn auch kreuz und quer, ein wenig geschlafen werden. 

23.05.2019, halb 9: Ankunft Wien Hauptbahnhof. Trübes Wetter, Übernächtigung, Hunger und Durst. Das Hostel zum Glück nur 100 Meter entfernt aber das Einchecken war erst um 15.00 Uhr möglich. So gab es 6 Stunden lang Gelegenheit für ein Frühstück und einen ersten Gang zum Stephansdom in der Innenstadt. Das mächtige Bauwerk erinnerte viele an unseren Kölner Dom. In seinem Schatten liegen schmale, malerische Gassen- in einer lebte Wolfgang A. Mozart. Seine ehemalige Wohnung konnte besichtigt werden und bald darauf war es fast Zeit, ins Hotel zurückzufahren, um endlich ein wenig Schlaf nachzuholen. 

24.05.2019: Der Prater stand auf dem Programm, ein 12 km langer herrlicher Park im Herzen der Stadt. Er beherbergt das neben dem Stephansdom wohl bekannteste Wahrzeichen Wiens, das Riesenrad. 

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Blick vom Riesenrad auf den Prater und die Innenstadt

Neben dem Riesenrad gibt es dutzende weitere Attraktionen, eine bunte Gastronomie und schöne Spazierwege. Drei Stunden hier sind gar nichts, die Zeit verging im Fluge. Abends kehrten viele aus der Gruppe noch einmal zurück.

25.05.2019: Was wäre ein Besuch in Wien ohne wenigstens einmal Sacher-Torte zu essen und Wiener Walzer zu tanzen? Einige aus der Gruppe konnten das bereits, aber die allermeisten nicht. Daher ging es mittags in den Westen, die Leopoldstadt, zur Tanzschule Grossmann. In einem fantastischen Ambiente, nämlich dem ehemaligen Wohnzimmer der Bankiersfamilie Rothschild, führte uns das Ehepaar Grossmann in die hohe Kunst des Strauß-Walzers ein. Mehr oder weniger schwebend und drehend gelang es beinahe allen nach einer Stunde über das Parkett zu rauschen. Man nahm uns das Versprechen ab, künftig jeden Tag ein bis zwei Stunden Walzer zu tanzen, denn, so Heinz Grossmann, das "macht gesund und glücklich". Also... Ein anschließender Spaziergang auf dem Naschmarkt mit Sacher-Torte und Kaffee wirkte aber auch ziemlich glücksfördernd!

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Mit Zertifikaten nach getaner Tanzkursarbeit

26.05.2019: Repräsentationsbauten, nationale Institutionen, Kultureinrichtungen von Weltrang. Das ist die ca. 5 km lange, die Innenstadt umschließende Ringstraße. Beginnend an der Karlskirche und der Wiener Philharmonie ging es los. Der Weg führte vorbei an der Hofburg mit Bundespräsidialamt, Nationalbibliothek und Sisi-Museum, dem Naturkundemuseum, Rathaus, Burgtheater, Café Landtmann und Parlament zur Donau und an den... Straßenimbiss. Hier gab es Eis und Nudeln und jede Menge Pläne für die weitere individuelle Planung des Tages. Im Angebot standen fakultativ ein literarischer Spaziergang im Gefolge von Irvin Yalom, Karaoke, abermals der Prater und Bowling.

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Ein Muss für die LK-Lehrer: Das Burgtheater. Gegeben wurde Klaus Manns Mephisto in einer hervorragenden Inszenierung. 

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Eine Polaroid soll diverse Vorteile haben...

26.05.2019: Geschichte, Kunst und Kultur prägten den Ausflug in das Obere Belvedere. Im Grunde handelt es sich um eine Ferienwohnung für die Habsburger der k.u.k.-Monarchie. Die wussten zu leben und zu urlauben. Das Obere Belvedere (es gibt tatsächlich auch ein unteres) beherbergt heute eine großartige Sammlung mittelalterlicher und impressionistischer Kunst sowie berühmter Klimt-Gemälde. Das Haus selbst ist aufgrund seiner herrlichen Lage, Ausstattung und Achitektur schon selbst einen Besuch wert. Zur Belohnung gab es hinterher in dem herrlichen Park, der das Barock-Schloss umgibt, Sacher-Torte und Getränke. Nachmittags bestand Gelegenheit, auf die Donauinsel zu fahren und vom Fernsehturm aus einen fantastischen Rundblick zu genießen. 

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27.05.2019: Die geplante Führung durch den Stephansdom musste leider entfallen. Niki Lauda sollte aufgebahrt werden, außerdem verursachten Schäden an der Orgel eine Baustelle. Dennoch besuchten wir die Kirche und schoben uns durch ein gewaltiges Gedränge. Luft zum Atmen und eine freie Sicht gab es nur ganz oben, vom Dach. 

Gleich nebenan des gotischen Doms liegt das Jüdische Museum, etwas weiter westlich der Judenplatz mit dem Holocaust-Mahnmal und Lessing-Denkmal; eine originelle und schöne Kombination. Das Museum focussiert auch, aber längst nicht nur auf das Schicksal der Wiener Juden zwischen 1938 und 1945. Die 2. Etage etwa erzählt ausführlich das Leben Arik Brauers, eines Wiener Juden, der als Flüchtling, Autor, Zeichner und Tänzer die Welt bereiste (mit dem Fahrrad durch die Sahara...) und doch immer wieder in sein geliebtes  Wien zurückkehrte. 

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Vor dem Jüdischen Museum

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Lessingdenkmal am Judenplatz. Mitten im Zentrum der 2-Millionen-Stadt finden sich derart entschleunigte, behagliche Orte, die zur Betrachtung und zum Verweilen einladen. Gestört wird die Ruhe allenfalls durch das Getrappel der Fiaker-Pferde. Nie weit entfernt immer: Das Café-Haus. Ein nicht originelles findet man kaum. Vor den berühmten drei (Landtmann, Central und Sacher) steht man aber schon mal eine halbe Stunde Schlange. Dafür kommt man, mit ein wenig Glück, gleich neben Arnold Schwarzenegger zu sitzen, auch wenn der sich im Manufactum von drei Leibwächtern abschirmen ließ...

28.05.2019: Maria Theresa, Kaiser Franz, Sisi... Die Protagonisten der Monarchie residierten in Schönbrunn, wo 40 Räume des Schlosses besichtigt werden können. Bis zu 1500 Bedienstete waren für das Wohl der Kaiserfamilie zuständig. Wir heutigen Besucher schwelgen in all der Pracht und Schönheit der gesamten Anlage oder nehmen sie, je nach Standpunkt, ein wenig befremdet zur Kenntnis. Monarchie ist ja nicht jedermanns Sache. 

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Eine kleine Delegation unserer Gruppe zog es in die Spanische Hofreitschule, wo wir dem Training der berühmten Lippizaner-Hengste zusahen. Die Pferde werden 5-8 Jahre ausgebildet, bis sie an den Revuen der Hofreitschule teilnehmen können. 

29.05.2019: Vor der Rückreise um 13.15 Uhr bestand letzte Gelegenheit für Stadtspaziergänge (durch den Regen) oder auch einen Abstecher in die Josefstadt zur Bergstraße zum ehemaligen Wohnhaus Sigmund Freuds. Eine ereignisreiche, spannende, schöne und lehrreiche Woche ging zu Ende. Wien ist eine äußerst traditionsbewusste aber doch junge, eine sehr junge Stadt. 200.000 Studierende leben hier, die Lebenshaltungskosten sind im Vergleich zu anderen europäischen Metropolen erschwinglich, das kulturelle Angebot riesig. Wenn das nicht gute Gründe für ein Wiedersehen sind... 

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