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Die Gedenkveranstaltung der Stadt zur Reichspogromnacht fiel dieses Jahr der Corona-Welle  zum Opfer. Sonst sind wir da immer beteiligt und auch dieses Mal hatte die SV Beiträge vorbereitet, nämlich ein Lied über die Edelweißpiraten zu Gitarrenbegleitung und eine Ansprache. Wir haben aus der Not eine Tugend gemacht und alles auf die Homepage gebracht. 

Es singt hier Bente Groß-Albenhausen. Weitere Erläuterungen zu dem Beitrag gibt es dann nach Klick auf...

In der Nacht vom 9. Auf den 10. November 1938 begann die systematische, brutale Verfolgung der Juden in Deutschland. Es war die „Nacht in der die Synagogen brannten“, wie sie von Historikern nicht selten genannt wird. Es war jene Nacht, welche wir heute als Reichspogromnacht gedenken, und in welcher offen, ohne Widerstand der Polizei, im ganzen Land jüdische Geschäfte zerstört, Synagogen und Gebetsstuben verbrannt und überall Juden ermordet und verschleppt wurden.

Nun jährt sich der Gedenktag zur Reichspogromnacht zum 82. Mal und trotz der langen Zeit haben auch die Schüler und Schülerinnen der Schülervertretung der Bertha-von-Suttner-Gesamtschule dieses Ereignis nicht vergessen. Zwar musste dieses Jahr die geplante, jährliche Gedenkfeier, die dieses Jahr am Friedhof in der Zonser Heide um 18:00 Uhr stattfinden sollte, aufgrund der Corona-Pandemie ausfallen, doch bleibt das Bedauern, sowie die Erkenntnis bestehen, dass sich solche Ereignisse niemals wiederholen dürfen. 

Anlässlich dieses Gedenkens hat die SV einen Musikbeitrag entwickelt. Dieser besteht aus einem Pfadfinderlied mit Gitarrenunterstützung, das von den Edelweißpiraten handelt. Die Edelweißpiraten waren im dritten Reich eine linksgerichtete und naturfreudige Widerstands-Bewegung, die gegen das NS-Regime und gegen die Hitlerjugend vorgingen. Und obwohl sie wegen des Widerstandes, der auch aus der Beherbergung und Versorgung von verfolgten Juden bestand, stark leiden mussten, setzten sie sich für die Gerechtigkeit ein und kämpften mutig bis zum Kriegsende weiter.

Diese Botschaft, sich für Unterdrückte einzusetzen und Courage zu zeigen statt einfach bei der Unterdrückung von Unschuldigen wegzusehen, versuchen wir aufrechtzuerhalten. Gerade in der heutigen Zeit nehmen populistische Meinungen und rechtes Gedankengut wieder zu. Umso wichtiger bleibt es die Erinnerung an die Gräueltaten des dritten Reiches wach zu halten und ein klares Bekenntnis gegen Ausgrenzung und Rassismus zu zeigen.

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