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Mit Medaillen, Urkunden und ungewohnt gemischten Gefühlen kehrten unsere Schachteams am Freitagabend von den Kreismeisterschaften in Neuss zurück.

In fünf Altersklassen wurde unter der wie gewohnt souveränen Turnierleitung um Frau Hug (Kreissportamt), Herrn Müller (vor 15 Jahren der Initiator dieses Schachwettbewerbs im Rheinkreis) und Herrn Kemper ("Schachprofi" aus Dormagen) um die Qualifikation für das NRW-Landesfinale auf den 64 Feldern gekämpft. Spielort war zum zweiten Mal die Sporthalle der Internationalen Schule am Rhein (Neuss), wo am Vormittag die wettbewerbswilligen Grundschulen und am Nachmittag dann die ebensolchen weiterführenden Schulen des Rheinkreises in den Altersklassen WK1 (Oberstufe) bis WK4 antraten.
Mittendrin - nach der selbst auferlegten Pause im vergangenen Jahr- unsere zwei Teams in WK3 und WK4.

Mehrere Vizekreismeisterschaften, gekrönt mit Teilnahmen am Landesfinale, und gute Platzierungen waren die schon fast zur Selbstverständlichkeit gewordenen Ergebnisse in der Vergangenheit. Mit Kai (9A), Furkan (9B), Ben und Tim (beide 8B) konnten wir vier auf NRW-Ebene bestens erprobte Spieler nennen; in WK4 warteten talentierte und interessierte Jungen und Mädchen auf ihren ersten Turniereinsatz. So sollte die Erfolgsgeschichte fortgeschrieben werden. Doch es kam anders als gedacht. Beide Teams wurden nach wechselhaftem Verlauf und einem Einbruch auf der Zielgeraden nur Vorletzte in ihren Gruppen.

Am Vortag und noch am Morgen des Schuljahres-Highlights mussten für das WK3-Team Kai und Tim krankheitsbedingt passen. Mohammed (6D; 3 aus 7) und Marcel (7D; 1,5 aus 7) gaben ihr Bestes als Turnierneulinge mit relativ wenig Spielerfahrung, aber gutem Denkvermögen. Klar, dass beide noch Lehrgeld bezahlen mussten. Ben und Furkan (beide 4 aus 7) spürten die zweijährige Wettkampfpause mehr als ihnen (und ihrem Betreuer)lieb war; für gute Platzierungen braucht man schon 5 oder 6 Punkte aus 7 Partien! Heute fehlte eindeutig die Kondition für das lange Turnier; war nach vier Runden mit dem Teamergebnis 9 aus 16 trotz der krankheitsbedingten Schwächung die Welt noch in Ordnung, so kostete der Einbruch in den letzten drei Runden mit nur noch 3,5 von 12 möglichen Punkten einen guten Tabellenplatz. Einzig das Pascal-Gymnasium (Grevenbroich) konnte man so hinter sich lassen.

Ganz vorne - und damit qualifiziert für das Landesfinale - die alten Konkurrenten bei Kreismeisterschaften um vordere Platzierungen,  Norbert (Knechtsteden) und Albert Einstein (Kaarst). Aber auch Maria Montessori und die Gymnasien Meerbusch, Leibniz, Norf und Nelly Sachs waren diesmal besser als Bertha.

Bei den Jüngsten in der WK4 hatten wir mit Julia (6C; 1 aus 7) und Hannah (5C; 2 aus 7) erstmals zwei Mädchen in der von Jungen dominierten Sportart gemeldet. Beide wollten es nach einem halben Jahr in der Schach-AG einfach einmal probieren und wurden dafür mit einem unterhaltsamen Schachnachmittag belohnt, an dem sie so manches Problem auf dem Brett lösen konnten. Gegen erfahrenere Gegner hatten sie es naturgemäß schwer. Marcel (7B; 4 aus 7) und Andre (6D; 3,5 aus 7) hingegen sind schon zwei erfahrene Schach-AG-Teilnehmer, die hier ihr erstes Turnier spielten und beim nächsten Mal die 3,5 Stunden Spielzeit noch besser bewältigen werden.
Auch unsere anderen Debütanten, Xaver (6A; 3,5 aus 7), Jacob (7D; 3 aus 7), Ernest (5C; 3 aus 7; von Hause aus eigentlich ein sehr
erfolgreicher Leistungsschwimmer mit Interesse fürs Schach) und - last but not least - Erik (5C; 3 aus 7) könnten im nächsten Jahr schon
anders auftrumpfen. Auch das WK4-Team vergab in der allerletzten Runde durch entscheidende Niederlagen in den kritischen Partien eine gute Platzierung.

Trotz der bescheidenen Platzierung am Ende gab es - abgesehen von den gelösten Problemen am Brett - für jeden Teilnehmer viele schöne Momente an diesem Schachtag in Neuss. So strahlten Ernest und Mohammed um die Wette nach ihrem Traumstart mit zwei aufeinanderfolgenden Siegen und auch Hannah und Julia konnten nach der ersten Runde jubeln; Marcel und Ben freuten sich zwischenzeitlich sogar über großartige drei aufeinanderfolgende Siege; Furkan hatte nach fünf Runden bereits vier Punkte auf dem Konto und durfte von einer Top3-Platzierung in der Einzelwertung träumen; auch Xaver, Andre, Marcel und Erik gingen noch voller Hoffnung und Freude in die letzte Runde, war doch bei einem abschließenden Sieg - wie bereits gesagt - eine richtig gute Teamplatzierung möglich.

All dies ist Anlass, sich auf das nächste Mal, 2020, zu freuen!

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