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Bei bestem Wetter traten die Jahrgangsstufen 5 bis 8 beim Alternativen Sportfest der Bertha-von-Suttner-Gesamtschule am 10. Juli 2019 in acht Disziplinen gegeneinander an. Während die 8e in der Gesamtwertung am Ende triumphierte, gab es in der 6. Jahrgangsstufe eine faustdicke Überraschung.

 

Das Plastik der Knieschoner kratzt über den Asphalt, als der Siebtklässler sich über die Ziellinie des Skateparcours robbt. Wenige Momente später ertönt das Schlusssignal, die Zeit ist um. Mit einem verschmitzten Lächeln fragt der Schüler der 7a mit ironischem Unterton: „Ich war aber schon der Beste, oder?“ Die Kampfrichter aus der 11. Klasse können sich ein Schmunzeln nicht verkneifen. Zuvor hatte sich der Skater kaum auf seinen Inlinern halten können. Des Öfteren hatte es ihn „zerlegt“, weshalb der Athlet den Parkour auf allen Vieren bewältigte. Mit diesem Kampfgeist sicherte der seiner Klasse immerhin drei Runden – zwar die wenigsten, aber auch sicherlich die unterhaltsamsten des Tages.

In 7 Minuten sollten sechs Schülerinnen und Schüler jeder Klasse so viele Runden wie möglich absolvieren. Es galt eine Hürde zu unter- sowie eine S-Kurve zu durchfahren, ehe man einen Slalom meistern musste. Fehler führten zum Abzug einer Runde. Das Gerät dürften die Athleten dabei frei wählen. Von Inline-Skates über Wave-, Long- oder Skateboards bis hin zu Scootern war alles erlaubt, was rollt. Verpflichtend für alle waren lediglich die vorgeschriebenen Schoner sowie ein Helm.

Das meiste Geschick und die höchste Geschwindigkeit in dieser Disziplin bewies die 6e mit beachtlichen 103 Runden. Zum Vergleich: Die Gesamtsieger aus der 8e schafften „nur“ 77 Runden.

Das Alternative Sportfest der BvS-Gesamtschule findet alle zwei Jahre kurz vor den Sommerferien statt. Die Veranstaltung ist als Abwechslung zu den Bundesjugendspielen, welche im Wechsel stattfinden, konzipiert. Außer dem bereits erwähnten Skateparcours treten die Schülerinnen und Schüler in sieben weiteren Disziplinen gegeneinander an. Darunter sind klassisch anmutende, jedoch oft anders umgesetzte, Sportarten wie Fußball, Basketball, Tischtennis, Weitsprung, Frisbee oder auch ein Sommer-Biathlon. Außerdem mussten die Klassen bei gemeinschaftlichen Aufgaben wie dem Sozialberg, der Flussüberquerung und der Kartenstaffel Geschicklichkeit und Teamgeist beweisen.

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Nach dem Skateparcours ging es für die Athleten in die Dreifachturnhalle, wo zunächst Tischtennis anstand. An drei verschiedenen Platten traten je drei Schülerinnen und Schüler pro Klasse in einem Rundlauf gegeneinander an. Die Wettkampfzyklen waren so organisiert, dass je drei Klassen eines Jahrgangs eine Station absolvierten. So gingen im Rundlauf neun Spieler/innen an den Start. Je länger die Athleten drinblieben, desto mehr Punkte bekamen sie.

Am erfolgreichsten war in dieser Disziplin erneut die 6e mit 180 Punkten, dicht gefolgt von der 8e mit 171 und der 8f mit 164 Zählern.

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Bei der folgenden Kartenstaffel war nicht nur Schnelligkeit, sondern auch ein gutes Gedächtnis gefragt. Es galt aus 30 verdeckten Karten die 10 Karten der eigenen Farbe aufzudecken und zum Start zurückzubringen – auf Zeit versteht sich. Die Bestzeit in diesem Wettbewerb holte die 8d in 5:14 Minuten. Ebenfalls unter 6 Minuten blieben die 8e (5:39) und die 5a (5:56).

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Bei der dritten und letzten Station in der Dreifachhalle, der Flussüberquerung, war Teamgeist gefragt. Jede Klasse bekam drei Matten, um die Halle ohne Bodenkontakt zu durchqueren und sich auf eine rettende Insel (Weichbodenmatte) zu retten. Die mit Abstand flotteste Zeit legte die 8f mit 3:17 Minuten hin. Nur die 7b (3:38) schaffte es, ebenfalls unter 4 Minuten zu bleiben.

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Im Weitsprung traten 16 Schülerinnen und Schüler pro Klasse an, wobei mindestens sechs Teilnehmer weiblich sein mussten. Für jeden erreichten Meter gab es einen Punkt (Bsp.: 4 Meter = 4 Punkte). Ziel war es, in 7 Minuten so viele Punkte wie möglich zu sammeln. Neben Sprungkraft war demnach auch Ausdauer gefragt. In dieser Disziplin triumphierten überraschend die Kleinsten: die 5e brachte es auf sensationelle 121 Punkte. Mit nur vier Punkten weniger landete die 7d auf Platz 2. Dritter wurde die 8b mit 114 Punkten.

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Beim Fußball auf dem Ascheplatz war das Gefühl im Fuß gefragt. Je fünf Schülerinnen (7 Meter) und Schüler (11 Meter) hatten je fünf Schüsse. Punkte gab es, wenn der Ball ohne Bodenkontakt im Tor landete. Zudem konnte man Extrapunkte sammeln, wenn man im Tor aufgehängte Reifen traf. Die Bestleistung holte erneut die 5e mit 21 Punkten. Nur einen Zähler weniger erspielten sich die 8c und die 8e.

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Passgenauigkeit war bei der Frisbee-Station elementar. Punkte holten die Duos, wenn sie einen Pass in eine bestimmte Zone schafften. Den Gesamtsieg in dieser Kategorie sicherte sich die 8e mit 38 Punkten vor der 6e (34) und 6f (33).

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Keine Dunks, sondern Freiwürfe: Je fünf Mädchen und fünf Jungs aus jeder Klasse absolvierten fünf Freiwürfe aus altersgerechten Abständen. Jeder Korb gab einen Punkt. Sensationell treffsicher präsentierte sich die 6a mit 30 Punkten. Die 20-Punkte-Marke schaffte sonst nur die 5e mit 22 Körben.

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Beim Sommer-Biathlon traten die Klassen als 10er-Staffel (5m/5w) an. Jeder Teilnehmer lief zwei Runden (ca. 150m), wobei nach der ersten Runde an einem Wurfstand drei Konserven mit Tennisbällen abgeräumt werden sollten. Jede stehengebliebene Dose kostete eine Strafrunde (20m). Die Bestzeit in diesem Ausdauerwettbewerb erkämpfte sich die 7e in 10:15 Minuten. Mit einer Zeit von 10:55 Minuten wurde die 8e Zweiter.

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Zuletzt wartete eine Aufgabe für die gesamte Klasse. Beim Sozialberg musste alle Klassenmitglieder einen Berg aus Kästen und Matten erklimmen. Bei dieser Aufgabe waren Schnelligkeit, Kraft und Teamarbeit gefragt. Um kleinere Gruppen nicht zu bevorzugen, wurde die erreichte Zeit nach einem hochkomplizierten Verteilschlüssel an die Teilnehmerzahl angepasst. Den niedrigsten Quotienten erreichte letztlich die 6e mit 0,59, was zugleich den dritten Gesamtsieg in einer Disziplin bedeutete.

Erstaunlich: Trotz der Bestleistungen an drei Stationen (Sozialberg, Skate-Parcours, Tischtennis) musste sich die 6e mit 45 Punkten jahrgangsintern haarscharf der 6f (46 Zähler) geschlagen geben. Die Punkte für die Gesamtwertung wurde nach Platzierung in den einzelnen Teildisziplinen vergeben. Somit gab eine Bestleistung im Jahrgang 6 Punkte, der Letzte bekam einen Punkt. Durch diesen Modus wurden Punkte für die Gesamtwertung nur im Vergleich mit der Konkurrenz aus dem eigenen Jahrgang vergeben, wodurch die Fairness gewahrt wurde. 11.jpg

In der jahrgangsübergreifenden Gesamtwertung sicherte sich die 8e mit 63 Punkten den 1. Platz und gewann einen zusätzlichen Wandertag im kommenden Schuljahr. Die 5e wurde mit 57 Punkten Zweiter. Rang 3 ging an die 7e mit 55 Zählern. Ein besonderer Dank gilt vor allem den Schülerinnen und Schülern des 11. Jahrgangs, welche als Kampfrichter sowie beim Auf- und Abbau tatkräftig geholfen haben.

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Im Vordergrund stand selbstverständlich der Spaß und das Miteinander der einzelnen Klassen. So auch beim letzten Zyklus am Skate-Parcours. Um die Teilnehmerzahl von sechs Läufern zu erreichen, schnallen sich gleich drei Schüler der 8c zum ersten Mal Inliner unter die Füße. Auch wenn nicht sonderlich schnell, aber dafür umso amüsierter meistern sie die Hindernisse für einen angemessenen Abschluss des Alternativen Sportfestes 2019.