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Zum caput limitis! Jens Caulwell und Ryan Knebel

 

Zum Limeskopf! Diesem Aufruf waren Anzela, Besey, Jenny, Jens, Lisa, Moritz, Oliver, Oxana, Ryan, Tim und Tom, elf Schülerinnen und Schüler aus den Lateinkursen der Jahrgangsstufen acht bis zehn gefolgt. 

Bei diesem jahrgangsübergreifenden Unterrichtsgang waren neben einer sportlichen Einstellung vor allem Enthusiasmus und Interesse gefragt. Schließlich galt es nach einer fast zweistündigen Anreise zunächst gute 10 km entlang des RömerWeltWeges zu laufen. Anschließend stand die achtseitige Museumsrally in der RÖMERWELT in Rheinbrohl auf dem Programm.

 

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Museumsrallye: Besey Sevimli und Anzela Cerepanov

Das Wetter meinte es gut mit uns Ausflüglern. Waren wir noch bei wechselhaftem Wetter und dichter Bewölkung in Dormagen losgefahren, so riss in Bad Hönningen beim Verlassen des Zuges der Himmel auf, und die Sonne sollte uns den ganzen Tag lang nicht mehr verlassen.

Das erste Schlaglicht am Wegesrand war die Rekonstruktion eines Stückes der Limespalisade, wie sie vor ca. 2000 Jahren zwischen Rheinbrohl und Lorch, dem sogenannten obergermanischen Limes, anzutreffen war. Das war damals eine 548 km lange Palisadenwand hinter der sich ca. 900 Wachtürme in Sichtweite voneinander befanden.

Nach einer weiteren halben Stunde Wanderung stießen wir auf das 200 Meter lange Bodendenkmal des historischen Limes. Weil diese Gegend am Rande des Westerwaldes in den letzten 2000 Jahren nie bebaut oder überplant wurde, ist es Archäologen gelungen, mitten im Wald einen Graben und einen Wall, die sich hinter der Palisadenwand befunden hatten, freizulegen. Ein großartiges Gefühl, seine Füße genau da aufsetzen zu können, wo vor zweitausend Jahren römische Legionäre patrouillierten ...

Auf etwa der Hälfte des Weges kamen wir zu zwei historischen Steinfundamenten von alten Limeswachtürmen. In der Nähe gab es auch noch die Rekonstruktion eines hölzernen Wachturmes – denn nicht alle 900 Türme waren aus Stein errichtet – von dem aus man eine wunderbare Weitsicht über das Rheintal Richtung Norden und Westen hatte.

Als wir gegen 14:00 Uhr schließlich in der „RÖMERWELT“ ankamen, mussten sich zunächst alle einmal ein wenig stärken. Die anschließende Rally erforderte noch einmal einiges an Konzentration und Wissenseifer, wurde aber von fast allen Teilnehmern bravourös gemeistert.

Nach dieser sehr langen und intensiven Latein-„Stunde“ 2010/2011 nahmen wir rechtschaffen müde kurz nach 16:00 Uhr den Zug zurück nach Dormagen.

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